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Grün in der Stadt, Gleisdreieck-Park in Berlin © Wolf-Christian Strauss

Das technische Referendariat

Foto: Michael von der Mühlen (© Mark Hermenau)

Repräsentant für das technische Referendariat

Michael von der Mühlen

Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

„Das technische Referendariat ist sowohl für die öffentliche Verwaltung als  auch in der Wirtschaft von großem Nutzen. Es bildet Führungskräfte aus, die die Technik beherrschen sowie das Recht anwenden können. Sie sind somit in der Lage, den heutigen und zukünftigen Anforderungen der Gesellschaft an Verwaltung und Wirtschaft kompetent und interdisziplinär gerecht zu werden.“

  Foto: Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup (© Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup)

Repräsentant für das technische Referendariat

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup

Staatssekretär für Bauen und Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin

„Das technische Referendariat ist nicht zu ersetzen. Es eröffnet mit Staats­examen, Zertifikat und Assessorentitel alle Berufswege für Master und Diplom-Ingenieure in der Fachdisziplin und ist die ent­scheidende Qualifi­zierung für erstrangige Leitungspositionen in der Verwaltung und in der Wirtschaft.“

Führungskräfte für Verwaltung und Wirtschaft

Die Gesellschaft braucht Führungskräfte, die die Technik beherrschen sowie Recht anwenden und an dessen Gestaltung mitwirken. Sie braucht sowohl in der Verwaltung als auch in der Wirtschaft Führungskräfte, die entscheiden und wirtschaftlich handeln, die ganzheitlich denken und Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven betrachten können. Mit dem technischen Referendariat und dem Abschluss des Staatsexamens werden die Absolventinnen und Absolventen der technischen Hochschulstudiengänge diesen zukunftsorientierten Anforderungen gerecht.

Das technische Referendariat dient dabei dazu, Berufsanfänger bzw. junge Berufstätige, die über ein abgeschlossenes technisches Hochschulstudium verfügen, vor allem hinsichtlich verwaltungsrechtlicher, verwaltungstechnischer sowie organisatorischer und managementbezogener Fähigkeiten zu qualifizieren, die für die Übernahme leitender Funktionen in der öffentlichen Verwaltung erforderlich, aber auch in vergleichbaren Positionen in der Privatwirtschaft erwünscht sind. So baut das technische Referendariat die Brücke zwischen der Ausbildung der Hochschule und den Anforderungen der Arbeitgeber. Besondere Priorität wird dabei auf Praxisbezug und Führungsverantwortung gelegt. Ziel ist es, Handlungssicherheit in der Anwendung des in der Hochschule erworbenen technischen Know-hows zu gewinnen und Fachkenntnisse zu ergänzen, um die Absolventin und den Absolventen in die Lage zu versetzen, sich kompetent in innovative gesellschaftliche Prozesse einzubringen.

Dauer und Vergütung

Das technische Referendariat dauert einschließlich des Staatsexamens grundsätzlich zwei Jahre. Berufsbezogene Tätigkeiten können nach Maßgabe der jeweiligen Bestimmungen angerechnet werden, soweit sie geeignet sind, die Ausbildung in einzelnen Abschnitten ganz oder teilweise zu ersetzen. Die Entscheidung darüber trifft die jeweilige Ausbildungsbehörde.

Während des technischen Referendariats erhält die Referendarin bzw. der Referendar eine Vergütung, die je nach Familienstand und Einstellungsbehörde differiert. Die Bezüge liegen bei etwa 1.300 Euro. Die Bewerberin oder der Bewerber wird als Beamtin bzw. Beamter auf Widerruf oder in einem öffentlich rechtlichen Ausbildungsverhältnis in das technische Referendariat eingestellt. Das technische Referendariat schließt mit dem Staatsexamen ab, mit dem auch das Ausbildungsverhältnis endet.

Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Staatsexamens erwirbt die Referendarin oder der Referendar gleichzeitig die Befähigung zum höheren technischen Verwaltungsdienst und die Berechtigung, die Berufsbezeichnung „Technische Assessorin“ bzw. „Technischer Assessor“ zu führen. Damit besteht die Möglichkeit, sich im gesamten Bundesgebiet um die Einstellung in den öffentlichen Dienst im Beamtenverhältnis (höherer technischer Verwaltungsdienst) oder im Angestelltenverhältnis zu bewerben bzw. aufgrund der zusätzlichen Qualifikationen für eine herausgehobene Position in der privaten Wirtschaft.

Weitere Einzelheiten sind durch die entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Mitgliedsverwaltung des Kuratoriums des Oberprüfungsamtes für das technische Referendariat geregelt (Verlinkung zur Organisation). Hinweise zu den Anforderungen in den einzelnen Fachrichtungen gibt auch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das technische Referendariat vom 01.10.2013, die das Kuratorium des Oberprüfungsamtes den Mitgliedsverwaltungen als Empfehlung an die Hand gibt („Blaues Heft“). Das „Blaue Heft“ gibt die länderübergreifenden  und fachrichtungsbezogenen Vorgaben für die Novellierungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Mitgliedsverwaltungen.


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