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Blaue Lichtwelle

Von der digitalen in die Gigabit-Gesellschaft

Die Digitalisierung ist der wohl gravierendste Umbruch unserer Zeit. Neue Technologien und Dienstleistungen durchdringen nahezu jeden Bereich des täglichen Lebens und Wirtschaftens. Die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsstarken Breitbandanschlüssen und der in einem weiteren Schritt notwendige Aufbau von Gigabitnetzen sind daher Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand.

Bundesminister Alexander Dobrindt (Quelle: Bundesregierung / Kugler)
Bundesminister Alexander Dobrindt

Quelle: Bundesregierung / Kugler

Wir investieren in die Entwicklung der Gigabit-Gesellschaft. Dafür benötigen wir überall in Deutschland superschnelles Internet für alle. Wir erhöhen das Bundesförderprogramm für den flächendeckenden Ausbau der schnellen Netze um 1,3 Milliarden Euro. Damit stehen insgesamt 4 Milliarden Euro im BMVI für das schnelle Internet zur Verfügung.

Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Hintergrund

Die Informations- und Kommunikationstechnologie eröffnet den Menschen und Unternehmen in Deutschland wichtige Chancen: neue Wege des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit, bessere Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, größere wirtschaftliche Erfolge. Um die Potenziale der Digitalisierung in Deutschland vollends ausschöpfen zu können, bedarf es des stetigen und engen Dialogs von Bürgern, Wissenschaft und Wirtschaft. Nur so erreichen wir das Ziel, Deutschlands Position als weltweit führender Innovations- und Technologiestandort zu sichern.

Illustration: Fiberglaskabel übertragen Daten

Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau

Das Internet ist eine der bedeutendsten Veränderungen des Informationswesens seit Erfindung des Buchdrucks. Sie wirkt sich unmittelbar auf unser alltägliches Leben aus. Doch auch über zwei Jahrzehnte nach der Kommerzialisierung des World Wide Web gibt es Menschen in Deutschland, die nur eingeschränkt darauf zugreifen können. Insbesondere in stark ländlichen Regionen Deutschlands gibt es noch immer Defizite bei der Versorgung mit leistungsfähigem Internet.

Um das zu ändern, hat die Bundesregierung 2014 in ihrer Digitalen Agenda den flächendeckenden Ausbau mit Hochleistungsnetzen beschlossen. Profitieren können davon nicht nur die Haushalte sondern auch die Wirtschaft. Es ist besonders im Interesse von weniger gut versorgten Regionen, den Breitbandausbau voranzutreiben. Denn ohne schnelles Internet verliert eine Region für Unternehmen an Attraktivität.

Turbo-Internet für Deutschland

Mit dem ersten Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau unterstützt das BMVI Kommunen und Landkreise in unterversorgten Gebieten, in denen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Netzausbau zu erwarten ist. Das Bundeskabinett hat dafür bereits im Oktober 2015 die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.

Das übergeordnete Ziel ist superschnelles Internet mit mindestens 50 Mbit/s in ganz Deutschland bis 2018. Das ist jedoch nur ein Etappenziel: Der Bedarf an noch schnelleren Breitbandanschlüssen wird in den nächsten Jahren exponentiell steigen.

Fördermittel in Milliardenhöhe

In ihrer Digitalen Agenda 2014-2017 hat die Bundesregierung bereits eine Vielzahl von Projekten identifiziert, die stetig vorangebracht wurden. Das Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau ist das prominenteste Vorhaben des BMVI. Es ist zugleich auch das finanzkräftigste der Kernressorts der Digitalen Agenda.

Der Bund stellt Fördermittel für die Umsetzung von Breitbandausbauprojekten in Höhe von derzeit rund 4 Milliarden Euro zur Verfügung. Das BMVI verteilt die Mittel an die Landkreise und Kommunen und unterstützt sie mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der Investitionssumme. Der höchste Betrag, den eine Gemeinde bekommen kann, liegt bei 15 Millionen Euro pro Projekt.

Nachfrage hält unvermindert an

Derzeit läuft bereits die Bewilligung des 4. Aufrufes aus dem Förderprogramm. Eine Verstetigung des Programms wird angestrebt. Zudem startete im Januar 2017 ein Sonderprogramm Gewerbegebiete. Mit diesem wird ausschließlich die Erschließung von Gewerbegebieten mit Glasfaser unterstützt. Das BMVI hat hierfür Mittel in Höhe von 350 Millionen Euro reserviert. Förderanträge können auf der Webseite www.breitbandausschreibungen.de eingereicht werden.

Weiterführende Informationen

Illustration: Eine vernetze Stadt/ Smart City

Breitbandatlas

So gut kann Deutschland schon heute Breitband

Sie möchten wissen, ob Ihre Gemeinde vom Bundesförderprogramm profitiert? Dann lohnt sich ein Blick auf den Breitbandatlas des Bundes. Er ist das zentrale Informationsmedium zur Breitbandverfügbarkeit in Deutschland und wird vom TÜV Rheinland im Auftrag des BMVI fortlaufend aktualisiert. Er wurde eingerichtet, um die Versorgung mit schnellem Internet für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland transparent zu machen. Der Atlas zeigt nicht nur die prozentuale Breitbandverfügbarkeit der Haushalte in den einzelnen Regionen, Landkreisen, Gemeinden oder Städten an. Er kann Ihnen auch die Verfügbarkeiten von mobilem Breitband, von Breitbandanschlüssen in Gewerbegebieten und auch die Verfügbarkeit freier WLAN-Hotspots in Ihrer unmittelbaren Umgebung darstellen.

Dank interaktiver Karten bietet der Breitbandatlas diverse Möglichkeiten die gewünschten Informationen zu verfügbaren Techniken, Technologien und Bandbreiten abzurufen. Über die Suchfunktion können Informationen beispielsweise direkt über die Eingabe von Orts- und Straßennamen sowie Postleitzahlen abgerufen werden. Darüber hinaus können Sie ganz Deutschland im Atlas mit Hilfe einer Zoom-Funktion erkunden.

Den Breitbandatlas finden Sie unter www.breitbandatlas.de. Natürlich können Sie auch von unterwegs mobil per Smartphone oder Tablet auf alle Informationen zugreifen.

Weiße Flecken verschwinden

Unterversorgte Gebiete werden im Breitbandatlas als weiße Flecken angezeigt. Doch diese Stellen werden weniger: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger können dank den Bemühungen des Bundes am schnellen Internet teilhaben. Aktuell besitzen bereits mehr als 75 Prozent der Haushalte in Deutschland einen Internet-Anschluss mit 50 Mbit/s oder mehr. Der Mobilfunkstandard LTE erreicht inzwischen sogar mehr als 95 Prozent der Haushalte. Noch schnellere Glasfaser-Direktanschlüsse (FTTB/H) sind immerhin schon für rund sieben Prozent der deutschen Haushalte verfügbar.

Handys und Smartphones sind nicht mehr nur Endgeräte zur mobilen Kommunikation mit Familie und Freunden. Durch neue Technologien und Dienstleistungen beeinflussen sie unser tägliches Leben und verändern unter anderem, wie wir unser Zuhause gestalten, wie wir lernen, wie wir einkaufen, uns informieren oder mit Behörden und Unternehmen in Kontakt treten. Voraussetzung dafür ist es allerdings auch mobil sein zu können.

Mehrere Glasfaserkabel (Quelle: Fotolia/ vschlichting)

DigiNetz-Gesetz

Kein Straßenneubau ohne Glasfaserkabel

Überall in Deutschland gibt es Rohre unter der Erde, die noch nicht für Glasfaserkabel genutzt werden. Um den Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze in Deutschland zu beschleunigen, haben Bundestag und Bundesrat dem vom BMVI entworfenen Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze, kurz DigiNetz-Gesetz, zugestimmt. Bei neuen Straßen und Neubaugebieten müssen Glasfaserkabel künftig mitverlegt werden. Das gilt auch bei der Erschließung von Gewerbegebieten. Dabei sollen die Glasfaserkabel bis zu den einzelnen Gebäuden verlegt werden. Das Gesetz regelt auch die Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Energie- und Abwassernetze an Straßen, Schienen und Wasserstraßen, die noch Kapazitäten frei haben, können künftig für die Verlegung von Glasfaserkabeln und weiteren Übertragungstechnologien mitgenutzt werden. Da Bauarbeiten durch das DigiNetz-Gesetz besser koordiniert werden, können teure und langwierige Doppelarbeiten an Straßen künftig besser vermieden werden. Dies senkt auch die Kosten für die Netzbetreiber erheblich. Experten schätzen den Einspareffekt auf einen Milliardenbetrag.

Effiziente und einheitliche Baumaßnahmen

Eine zentrale Informationsstelle des BMVI und eine nationale Streitbeilegungsstelle bei der Bundesnetzagentur werden die zügige Umsetzung des Breitbandausbaus erleichtern. Dazu wird auch der bereits bestehende Infrastrukturatlas der Bundesnetzagentur zu einem umfassenden Informationsmittel ausgebaut. Der Infrastrukturatlas enthält Geodaten über in Deutschland vorhandene Infrastrukturen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen und zur Erhöhung von Übertragungskapazitäten bestehender Netze grundsätzlich mitgenutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise vorhandene Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funkmasten und Richtfunkstrecken.

Weiterführende Informationen

Vernetzte Stadt

Gigabit-Gesellschaft (Ausblick)

Deutschlands Weg in die Gigabit-Gesellschaft

Gesellschaft, Wirtschaft und Politik werden auch in den kommenden Jahren von der Digitalisierung geprägt werden. Die Fortschritte in der Informations- und Telekommunikationstechnik werden unsere Lebensbereiche immer stärker durchdringen und heute noch futuristisch anmutende Anwendungen Realität werden lassen.
Treibende Kraft dieser rasanten Entwicklungen sind zahlreiche Anwendungsbereiche, vor allem Industrie 4.0, das Internet der Dinge, eHealth, die Vernetzung der Arbeitswelt und Telearbeit sowie aktuell insbesondere neue Medientechnik und Formen des Medienkonsums etwa durch Streaming-Dienste.

Wie wird die Gigabit-Gesellschaft der Zukunft konkret aussehen? Klar ist: Es wird nicht bei immer schneller steigenden Übertragungsgeschwindigkeiten bleiben. Menschen, Maschinen, Dinge und Prozesse werden nahtlos miteinander vernetzt werden. Die industrielle Nutzung des Internets wird eine Vielzahl neuer Anforderungen an die Netze stellen. Anwendungsbereiche wie Industrie 4.0 sowie das automatisierte und vernetzte Fahren erfordern einen zuverlässigen Datenaustausch zwischen Maschinen in Echtzeit. Anwendungen im Medien- und Bildungsbereich hingegen sind weniger zeitkritisch. Sie werden den Netzinfrastrukturen der Gigabit-Gesellschaft ultra-hochaufgelöstes Videostreaming und 360°-Virtual-Reality-Anwendungen mit sehr hohen Bandbreiten abverlangen. Durch die Vielzahl der Anwendungsbereiche müssen künftige Netzinfrastrukturen unterschiedliche Anforderungen erfüllen können oder entsprechend ausbaufähig sein.

Fahrplan für den Ausbau der Gigabit-Netze bis 2025

Mit der Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland hat Bundesminister Alexander Dobrindt gemeinsam mit der von ihm gegründeten Netzallianz Digitales Deutschland im März 2017 Deutschlands Weg in die Gigabit-Gesellschaft beschlossen. Diesem Strategiepapier ging die Veröffentlichung der vom BMVI beauftragten Studie Netzinfrastrukturen für die Gigabit-Gesellschaft des Fraunhofer FOKUS voraus.
Das in der Zukunftsoffensive festgehaltene Ziel ist der Ausbau von gigabitfähigen konvergenten Netzen, damit Deutschland bis 2025 über die notwendige Infrastruktur für den Einsatz von Gigabit-Anwendungen verfügt. Dieses Ziel soll in vier Ausbauphasen erreicht werden:

Grafik: Vier Ausbauphasen für gigabitfähige konvergente Infrastrukturen in Deutschland

Quelle: BMVI

Gigabit-Netze als Treiber des digitalen Wachstums

Die Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland legt fest, wie Bund und Wirtschaft den Ausbau gigabitfähiger konvergenter Netze in Deutschland zielgerichtet voranbringen möchten. Im Rahmen der Zukunftsoffensive werden die wesentlichen Meilensteine für den Netzausbau, die Aktivitäten der Telekommunikationswirtschaft und zentrale Unterstützungsmaßnahmen des Bundes dargestellt.

Die Entwicklung hin zur Gigabit-Gesellschaft kann dabei nicht isoliert auf nationaler Ebene betrachtet werden. Die Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland nimmt deshalb Bezug zu den europäischen Zielsetzungen im Bereich der Gigabit-Konnektivität und den hierauf aufbauenden Rechtsvorschlägen. Auch auf europäischer Ebene steht das Ziel einer umfassenden Gigabit-Konnektivität im Fokus.

Die Konvergenz der Gigabit-Netze

Zunehmend differenzieren sich die Nutzungsintensitäten der verschiedenen Anwendungen aus. Künftig wird daher die Vielfalt der Anwendungen und ihre Anforderungen an das Netz stärker in den Vordergrund rücken müssen. Gleichzeitig wird der Unterschied zwischen Mobilfunk und Festnetz an Bedeutung verlieren und die Übertragungstechniken werden stärker zusammenwachsen – es entsteht das konvergente Netz.

Grafik: Pfeiler des 5G-Ausbaus

Der Mobilfunkstandard der 5. Generation

Generationen im Wandel

Hätten Sie gewusst, dass es Mobilfunk in Deutschland schon seit mehreren Jahrzehnten gibt? Bereits 1958 versetzten uns die ersten analogen Telefone in die Lage, mobil miteinander zu kommunizieren. Damals füllte das mobile Telefon jedoch noch den Kofferraum eines Autos und die Gespräche wurden grundsätzlich durch das Fräulein vom Amt vermittelt. In der aktuell vierten Generation (4G) ist alles auf mobile Datenanwendungen ausgelegt. Um das Jahr 2020 ist die fünfte Generation (5G) des Mobilfunks geplant: Dank größerer Bandbreiten und neuen Frequenzbereichen werden die Übertragungsraten erneut um ein Vielfaches steigen. Doch was soll an diesem Netz nochmal ganz anders werden als an den anderen?

Höher, schneller, kürzer!

Einfach nur schneller ist dieses Mal nicht genug: Der Mobilfunkstandard 5G wird ein wesentlicher Bestandteil künftiger Gigabit-Netze sein. Zahlreiche unterschiedliche Anwendungsfelder werden dazu führen, dass die Mobilfunktechnologie nicht länger nur für die Individualkommunikation von Bedeutung ist. Neben den Menschen werden auch Gegenstände, Maschinen und Sensoren miteinander vernetzt sein und kommunizieren. Die aktuellen Reaktionszeiten, sogenannte Ladenzeiten, von 80 bis 120 Millisekunden sollen auf unter zehn Millisekunden, langfristig sogar auf eine Millisekunde fallen. Dadurch werden erstmals Reaktionen in Echtzeit möglich. Mobile Endgeräte sind dann nicht mehr nur Sender und Empfänger sondern kommunizierende, vernetzte Knotenpunkte. So können sie in Zukunft zum Beispiel Daten ohne Vermittlung durch zentrale Netzeinheiten direkt miteinander austauschen (Device-to-Device-Kommunikation). Derart schnelle Reaktionszeiten können zum Beispiel automatisierten und vernetzten Verkehr ermöglichen. Dank 5G wird Ihr Fahrzeug mit anderen Fahrzeugen kommunizieren können und in der Lage sein, Sie in Echtzeit vor Gefahren zu warnen.

5G – Startschuss für das digitale Echtzeitalter

Am 27. September 2016 hat Minister Dobrindt im Rahmen der 5G-Konferenz in Berlin die Mobilfunk-Initiative 5 Schritte zu 5G gestartet. Begleitet durch die Fokusgruppe 5G der Digital-Gipfel Plattform Digitale Netze und intelligente Mobilität wurde zudem ein Dialogforum 5G initialisiert. Es führt Telekommunikations- als auch Anwenderbranchen etwa aus dem Gesundheits-, Industrie-, und Logistiksektor zusammen, um sich gemeinsam in den Standardisierungs- und Forschungsprozess von 5G zu integrieren. Nur so kann Deutschland zum Leitmarkt für 5G werden und als erstes Land ein flächendeckendes 5G-Netz bereitstellen.

Innovationen wie das automatisierte und vernetzte Fahren, die Industrie 4.0 oder eHealth schaffen ein enormes Datenwachstum. Die digitale Wirtschaft entsteht aber nur dort, wo dieses Wachstum abgerufen werden kann. Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G werden sich große Datenmengen zuverlässig übertragen lassen - mit bis zu 20 Gigabit pro Sekunde und Latenzzeiten unter einer Millisekunde. 5G wird damit zu einer digitalen Schlüsseltechnologie im Zeitalter der Vernetzung. Wir wollen, dass Deutschland zum Leitmarkt für 5G wird und als erstes Land ein flächendeckendes 5G-Netz bereitstellt.

Mit 5G in die Gigabit-Gesellschaft

Die künftigen Anforderungen an die mobile Kommunikation in einer vollständig vernetzten Gesellschaft werden sehr viel umfassender sein als bisher. Das Mobilfunknetz muss leistungsfähiger werden, um die zukünftigen ambitionierten Qualitätsanforderungen in Bezug auf Verfügbarkeit und Latenz erreichen sowie den steigenden Bandbreitenbedarf decken zu können.

Die heute in Deutschland verfügbaren LTE-Netze sind keinesfalls ausreichend, um dem exponentiell wachsenden Bedarf auf Dauer gerecht zu werden. Durch automatisiertes und vernetztes Fahren, Internet der Dinge, moderne Verwaltung (eGovernment), neue Formen der Arbeit und des Medienkonsums sowie Industrie 4.0 wird die Nachfrage nach (Echtzeit-)Daten und noch höherer Datenraten weiter zunehmen. Daher wird intensiv an der Weiterentwicklung vorhandener Mobilfunkstandards sowie der Einführung der nächsten Mobilfunk Generation (5G) gearbeitet. Der neue Mobilfunkstandard 5G wird den Weg ebnen in die mobile Gigabit-Gesellschaft.

Bereits im November 2015 wurden mit Beteiligung des BMVI auf der Weltfunkkonferenz in Genf die Weichen für die weitere Entwicklung der nächsten Mobilfunkgeneration gestellt. Auf der nächsten Weltfunkkonferenz 2019 soll dann ausreichend Frequenzspektrum identifiziert und für 5G zugewiesen werden, damit 5G bis 2020 die Marktreife erreicht.

Praktisch werden schon heute Funktionalitäten auf einem Digitalen Testfeld auf der Autobahn A 9 als ein "Labor unter Realbedingungen" errichtet und ausprobiert. Hier werden insbesondere Technologien near 5G eingesetzt, die bereits eine deutlich kürzere Reaktionszeit haben (ca. 20 ms) als übliche LTE-Netze. Weitere Testfelder sind derzeit in Planung.

Unter www.bmvi.de/5G werden auf einer 5G-Karte bereits erste 5G-Projekte von Unternehmen und Hochschulen in Deutschland aufgezeigt.

MobilfunkstandardEinführungMöglichkeiten
1. Generation (1G)C-Netz (1985)mobile Sprachkommunikation (analog)
2. Generation (2G)D-Netze (1991) und E-Netze (1994)mobile Sprachkommunikation (digital), Versenden von SMS-Nachrichten
3. Generation (3G)2001 bis zu den ersten Smartphones (2007)mobiles Internet, Multimedia Messaging, E-Mails, Voice over IP (VoIP) und Fernsehen
4. Generation (4G)seit 2010mobile Breitbandanwendungen, Telefonie über IP-Technik, mobiles Online-Gaming und Cloud Computing
5. Generation (5G)2020 (erwartet)Echtzeit-Kommunikation zwischen mobilen Endgeräten sowie Maschinen

Weiterführende Informationen