Alle Formate Alle aktuellen Artikel
Automatisiertes Fahren
Automatisiertes Fahren

Quelle: Fotolia / Syda Productions

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, den Anforderungen des stetig wachsenden Bedarfs an Mobilität mit höherem Komfort und mehr Sicherheit gerecht zu werden. Die Einführung von Systemen des automatisierten und vernetzten Fahrens im Straßenverkehr ist Ziel der Bundesregierung. Mit der „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren – Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten“ (Strategie AVF) hat die Bundesregierung am 16.09.2015 auf Vorschlag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und auf Basis von Empfehlungen des Runden Tisches „Automatisiertes Fahren“ Leitlinien verabschiedet, um die Wachstums- und Wohlstandschancen der Mobilität 4.0 zu nutzen.
Diese Technologien in Verbindung mit Intelligenten Verkehrssystemen können die Entstehung kritischer Verkehrssituationen reduzieren, Verkehrsflüsse deutlich verbessern, die Fahrer entlasten, zusätzliche Wertschöpfung generieren und die Umwelt zu schonen. Das BMVI setzt sich dafür ein, die Potenziale der Digitalisierung für die Gestaltung der intelligenten Mobilität von morgen aktiv zu nutzen.

Forschungsprogramm zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr

Pfeil runter

Auf Basis der Strategie AVF setzt das Forschungsprogramm des BMVI zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr Impulse, um dieses Ziel zügig und effizient zu erreichen. Es wendet sich schwerpunktmäßig den verkehrs- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen zu.
Schwerpunkte der Förderung sind Forschung und Erprobung in den Bereichen:

• Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug
• Verkehrsmanagement und Verkehrsplanung
• Vernetzung und Datenmanagement
• Gesellschaftliche Aspekte

Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren"

Pfeil runter

Die Förderrichtlinie dient vor dem Hintergrund der Strategie der Bundesregierung der gezielten Förderung von anwendungsnahen, innovativen Lösungen im Kontext des automatisierten und vernetzten Fahrens. Sie verfolgt das Ziel, Fragestellungen im Zusammenhang mit höheren, über die Teilautomatisierung hinausgehenden Fahrfunktionen sowie die Vernetzung und Kommunikation zwischen den verschiedenartigen Verkehrsteilnehmern und mit der Infrastruktur zu unterstützen. Dabei werden die im Forschungsprogramm benannten vier Themenschwerpunkte adressiert. Projekte, die im Rahmen dieser Förderrichtlinie gefördert werden, sollen einen erheblichen Erkenntnisgewinn liefern, wie sich das automatisierte und vernetzte Fahren in das bestehende Verkehrssystem integrieren lassen, wie die Funktionssicherheit über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sichergestellt werden kann und welche Faktoren zu einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz beitragen können.

Im Ergebnis des Nationalen Forums Diesel am 2. August 2017 soll zur Unterstützung der Kommunen bei der längerfristigen Gestaltung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität ein „Fonds: Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ aufgelegt werden. Das Ziel lautet, für die im Sinne der Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Luftqualität und saubere Luft für Europa, von besonders hohen NO2-Belastungen betroffenen Regionen einen individuellen Masterplan („green-city Plan“) zu entwickeln und mit Digitalisierung, Intelligenten Verkehrssystemen, intermodalen Mobilitätslösungen sowie mit zunehmender Automatisierung und Vernetzung im Individual- und Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) umzusetzen.
Für die Erstellung der Masterpläne können die Regionen im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ vom 30. August 2017 aus einem Sonderprogramm Zuwendungen erhalten.
Gemäß der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ können Antragsberechtigte Vorhabenskizzen bis zum 30. September 2017 einreichen. Es wird darauf hingewiesen, dass verspätet eingehende Skizzen nicht berücksichtigt werden können.

Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“

Pfeil runter

Die Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“ dient der gezielten Förderung von anwendungsnahen, innovativen Lösungen im Kontext des automatisierten und vernetzten Fahrens unter Nutzung digitaler Testfelder. In den zu fördernden Vorhaben sollen insbesondere Lösungen entwickelt werden, die dazu beitragen, Erkenntnisse über Mischverkehre sowie über die Anwendungsreife und den Wirkungsgrad unterschiedlicher Automatisierungs- und Vernetzungskomponenten zu erlangen. Im Fokus stehen insbesondere auch innovative Infrastrukturelemente, die die Funktionalitäten auf digitalen Testfeldern aufwerten und das automatisierte und vernetzte Fahren unterstützen. In diesem Rahmen bilden das vernetzte Fahren mit Vehicle-to-Infrastructure-(V2I) Kommunikation mit modernster Sensorik sowie Echtzeitkommunikation mit neusten Übertragungsstandards thematische Schwerpunkte.

Kontakt

Pfeil runter

Die administrative Betreuung der Fördermaßnahme für das BMVI nimmt der Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH wahr. Entscheidungen zu Förderungen trifft das BMVI.

Ansprechpartner: Oliver Buhl

Telefon: 0 30/ 31 00 78-534

E-Mail: ptavf@vdivde-it.de

Das Förderverfahren ist als zweistufiger Prozess angelegt. In der ersten Stufe sind dem Projektträger über den Link https://www.vdivde-it.de/ptavf Projektskizzen von maximal 15 Seiten in elektronischer Fassung einzureichen.

In der zweiten Verfahrensstufe werden die Antragssteller bei positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, über das elektronische Antragssystem "easy-Online" einen förmlichen Förderantrag vorzulegen, über den nach abschließender Prüfung entschieden wird.

Weitergehende Verfahrenshinweise und Ansprechpartner sind in den Förderrichtlinien enthalten.