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Mit der Veranstaltungsreihe "5G Dialogforum" sucht das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den direkten Austausch mit den Anwendern und den Herstellern, um ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen für den Mobilfunkstandard 5G im Gigabit-Zeitalter zu schaffen. Denn digitale Vernetzung mobiler Endgeräten wie Smartphones oder Tablets, von Fahrzeugen, Haushaltsgeräten oder Industrieanlagen durchdringt mehr und mehr unsere Wirtschaft und Gesellschaft und damit das Leben eines jeden Einzelnen.

Die digitale Transformation steht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Dafür brauchen wir einen offenen Dialog mit Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Das BMVI leistet hierzu mit der Veranstaltungsreihe „5G Dialogforum“ einen wesentlichen Beitrag.

Nachstehend erhalten Sie weitere Informationen über Inhalte und Ergebnisse der Dialogveranstaltungen mit den unterschiedlichen Industriebranchen inklusive der Downloads zu den jeweiligen Graphic Recordings:

Perspektiven für die Automobilindustrie

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Die Vision des hoch automatisierten Fahrens rückt immer näher und ist eines der Zukunftsfelder der deutschen Automobilindustrie. Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur wird insbesondere beim automatisierten und vernetzten Fahren eine zentrale Rolle einnehmen. Bereits heute werden konkrete Anwendungen in diesem Bereich erprobt, u.a. auf dem Digitalen Testfeld Autobahn A 9 und künftig auch verstärkt im städtischen Verkehr.

Die Teilnehmer des Workshops für die Automobilindustrie erörterten am 9. Februar 2017 neben Infotainment-Anwendungen Themen rund um das automatisierte und vernetzte Fahren, wie Car-to-Car-Vernetzung und Platooning. Um die technische Entwicklung sowie die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle zu fördern, bedarf es branchenübergreifender Zusammenarbeit und der Kooperationen zwischen Netzbetreibern und Automobilherstellern. Die Fokusgruppe lädt zu Mitarbeit und Austausch zwischen den beteiligten Gruppen ein.

Graphic Recording "Perspektiven für die Automobilindustrie"
Graphic Recording "Perspektiven für die Automobilindustrie"

Quelle: Julian Kücklich / BMVI

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Perspektiven für den Gesundheitssektor

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Den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen, wird zukünftig eine der entscheidendsten Aufgaben der Medizin. Auch die intersektorale Versorgung durch Bereitstellung von Patientendaten in einer elektronischen Gesundheitsakte unter Beachtung des Datenschutzes oder die Vorhersage der Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolgs im Bereich der Precision Medicine stellen Anwendungsfelder für 5G dar. Der neue Mobilfunkstandard kann dazu beitragen, eine zukunftsfähige und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen zu ermöglichen.

Gemeinsam mit Wissenschaftler und Vertretern aus Industrie und Verwaltung erörterten die Referenten auf dem Workshop für die Gesundheitsbranche am 29. März 2017 die Möglichkeiten von 5G für die mobile telemedizinische Versorgung insbesondere im ländlichen Raum.

Graphic Recording "Perspektiven für den Gesundheitssektor"
Graphic Recording "Perspektiven für den Gesundheitssektor"

Quelle: Susanne Asheuer / BMVI



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Perspektiven für die Logistikbranche

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Datenübertragung in Echtzeit und Hochverfügbarkeit sind Anforderungen an die Netzinfrastruktur, die für die Wertschöpfungskette in der Logistikbranche von besonderer Bedeutung sind. Der Workshop für die Logistikbranche am 16. Mai 2017 zeigte deutlich, dass sich Erwartungen der Nutzer und Anbieter an transparente und lückenlos dokumentierte Prozesse nur durch die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandverbindungen entlang der Logistikkette erfüllen lassen. Neben den Potentialen des Echtzeit-Trackings für Transportüberwachung und Erfassung von Bearbeitungs- und Qualitätszuständen erläuterten die Teilnehmer insbesondere Themen wie den Plattform-basierten Austausch von Daten zur Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Gigabit-Netze als Standortvorteil sichern die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.

Graphic Recording "Perspektiven für die Logistikbranche"
Graphic Recording "Perspektiven für die Logistikbranche"

Quelle: Julian Kücklich / BMVI



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Perspektiven für die Medien- und Kreativwirtschaft

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Die Mediennutzung und die Medienproduktion werden sich durch 5G künftig stark verändern. Mit dem neuen Mobilfunkstandard können Nutzer mobiler Endgeräte ohne Qualitätsverlust beispielsweise flächendeckend TV-Programme empfangen, Mediatheken aufrufen und Sendungen verfolgen oder diverse Online-Dienste nutzen. Auf der Anbieterseite überwindet 5G infrastrukturelle Probleme und führt so zu einer wirtschaftlichen Vernetzung der für Produktion und Vertrieb notwendigen Stellen.

Auf dem Workshop für die Medien- und Kreativwirtschaft am 31. Mai 2017 diskutierten die Teilnehmer die Möglichkeiten, welche sich durch Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Brillen und Live-Streams ergeben. Für die Event-Technik stellen Remote-Einbindung von Künstlern oder Auswahl von Kameraperspektiven durch die Zuschauer weitere Innovationen dar.

Graphic Recording "Perspektiven für die Medien- und Kreativwirtschaft"
Graphic Recording "Perspektiven für die Medien- und Kreativwirtschaft"

Quelle: Susanne Asheuer / BMVI



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Perspektiven für die Landwirtschaft

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Bereits heute werden in der Landwirtschaft vielfältige Prozesse mit Hilfe digitaler Technologien überwacht und gesteuert. Das Erkennen von Pflanzenkrankheiten durch maschinelles Lernen, die Einbindung von Drohnen in Betriebsabläufe sowie umfassende Analysen auf Basis von Sensordaten und digitaler Karten gehören mehr und mehr zu einer modernen Landwirtschaft.

Auch automatisiertes Fahren ist auf deutschen Feldern bereits möglich. Echtzeit-kommunikation über 5G ermöglicht eine noch präzisere Steuerung von Maschinen. Die Vorteile dieser Technik, wie beispielsweise bei der Saat und Ernte - Stichwort Precision Farming - wurden bei der Veranstaltung am 19. September 2017 in Berlin vorgestellt und diskutiert.

Graphic Recording "Perspektiven für die Landwirtschaft"
Graphic Recording "Perspektiven für die Landwirtschaft"

Quelle: Julian Kücklich / BMVI



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Perspektiven für Industrie 4.0

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Der Begriff „Industrie 4.0“ ist nicht nur eine Bezeichnung für die Einleitung der vierten industriellen Revolution, sondern steht insbesondere auch für die vollständige Vernetzung von Unternehmen: Vom Lieferanten über die Steuerung der Produktionsanlagen bis hin zum Kunden. Ein Kerngedanke der Industrie 4.0 ist es, industrielle Produktionsprozesse mit moderner Kommunikationstechnik zu verbinden.

Experten sind sich einig, dass der Mobilfunkstandard 5G Grundlage für die Ausgestaltung einer solchen Industrie 4.0 ist. Ein höherer Datendurchsatz, die Kommunikation in Echtzeit durch verringerte Latenz sowie der umfassende Einsatz von energieeffizienten Sensoren werden mit der 5G-Technologie realisierbar. Ausführlich wurden am 24. Oktober 2017 in Berlin Themen wie die softwarebasierte Virtualisierung der Kommunikationsnetze (Stichwort: Network Slicing), die Echtzeit-Steuerung und Anpassung von Industrieanlagen oder das sensorbasierte Predictive Maintenance besprochen.

Graphic Recording "Perspektiven für Industrie 4.0"
Graphic Recording "Perspektiven für Industrie 4.0"

Quelle: Julian Kücklich / BMVI



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Perspektiven für die Energiewirtschaft

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5G wird den Energiemarkt der Zukunft flexibilisieren und intelligenter werden lassen. Zu diesem Ergebnis sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "5G Dialogforums – Perspektiven für die Landwirtschaft" am 21. November 2017 im BMVI in Berlin gekommen. Grundlage ist ein leistungsstarkes 5G-Netz, das sowohl die Energieerzeuger und die Kunden als auch sämtliche technische Anlagen miteinander vernetzt.

Mit 5G wird durch verringerte Latenzzeiten Echtzeitkommunikation zwischen einer großen Anzahl von Akteuren und Systemen möglich. Grundsätzlich besteht mit 5G die Möglichkeit, Parameter durch Software auf kundenspezifische Anwendungsfälle anzupassen. Hieraus ergeben sich Anwendungsfälle auch für den Bereich der Stromversorgung – 5G kann ein Baustein bei der Belieferung, der Produktion oder Abnahme von Strom innerhalb virtueller Verbünde, beim Messwesen und in Teilen der Steuerung sein.

Graphic Recording "Perspektiven für die Energiewirtschaft"
Graphic Recording "Perspektiven für die Energiewirtschaft"

Quelle: Julian Kücklich / BMVI



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