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Quelle: Fotolia / kentoh

Der Ausbau leistungsfähiger Mobilfunknetze neuester Generation leistet einen wichtigen Beitrag für die flächendeckende Versorgung mit schnellen Breitbandanwendungen. Dies ist ein Baustein der Breitbandstrategie der Bundesregierung. Insbesondere der ländliche Raum und die dort angesiedelte Wirtschaft profitieren hiervon. Für die Mobilfunknetzbetreiber bedeutet der Einsatz der Long Term Evolution (LTE)-Technologie einen Innovationssprung, der neue Anwendungen und Dienste ermöglicht. Dies wurde nicht zuletzt durch das im Rahmen der "Digitalen Dividende" zur Verfügung gestellte Frequenzspektrum möglich.

Mit der von der Bundesnetzagentur in 2010 durchgeführten Vergabe von insgesamt 360 MHz für mobilen Internetzugang wurden seitens der Politik die Voraussetzungen für eine Vorreiterrolle Deutschlands beim Breitbandausbau und dessen mobile Nutzung geschaffen. Die Vergabe der Frequenzen der Digitalen Dividende ist mit Ausbauverpflichtungen verbunden, die zu einer Erschließung der bisher unversorgten Gebiete geführt hat.

Internationale Entwicklungen stellen eine weitere Flexibilisierung von Frequenzen im Bereich des terrestrischen Rundfunks in Aussicht. Dabei könnte auch in Deutschland ein weiterer Spektrumsbereich für mobile Breitbandanwendungen zugänglich werden. Es steht jedoch noch nicht fest wer den Frequenzbereich in Zukunft nutzen wird. Neben dem Rundfunk als derzeitigem Frequenznutzer haben weitere Nutzergruppen (z. B. Mobilfunk, Funkmikrofonhersteller, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) bereits Interesse an der künftigen Nutzung dieser Frequenzen signalisiert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat deshalb frühzeitig das Mobile Media 2020 Forum gegründet, hier können sich alle beteiligten Akteure austauschen und ihre Ideen einbringen.

Begleitend zum Mobile Media 2020 Forum hat das Bundeswirtschaftsministerium ein Gutachten zur "Untersuchung der zukünftigen Frequenzbedarfe" vergeben. Es enthält innovative Vorschläge zur Realisierung der erwarteten Frequenzbedarfe von Rundfunk, Mobilfunk, Sicherheitsdiensten und Funkmikrofonnutzern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird die Vorschläge und Empfehlungen des Expertengutachtens in einem breiten gesellschaftlichen Dialog erörtern und gemeinsam mit den Marktbeteiligten ein frequenzpolitisches Konzept erarbeiten. Beteiligt sind insbesondere die Länder in ihrer Zuständigkeit für den Rundfunk, die Wirtschaft und Verbraucher sowie die Wissenschaft.