Alle Formate Alle aktuellen Artikel
Fahrzeugübergabe

Quelle: hySOLUTIONS

Aktuelles

Beim zweiten Treffen der Bundeskanzlerin mit Vertretern der Länder und Kommunen am 28.11.2017 in Berlin hat die Bundesregierung zur Verbesserung der Luftqualität in den besonders von Stickstoffbelastungen (NOx) beeinträchtigten Kommunen ein „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020“ im Umfang von einer Milliarde Euro vorgelegt.

Ferner ist zugesagt worden, die Kommunen bei der Beantragung der Fördermittel durch sogenannte Lotsen zu unterstützen. Die Lotsenstelle des Bundes zur Umsetzung des Sofortprogramms hat bereits ihre Arbeit aufgenommen und ist ein wichtiger Ansprechpartner für die Akteure vor Ort.

Als erste Maßnahme des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020“ unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gezielt die besonders belasteten deutschen Städte und Kommunen bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen mit dem „Aufruf zur Antragseinreichung zur Förderung von Elektrofahrzeugen und der zum Betrieb benötigten Ladeinfrastruktur“.

Die Einreichung der Förderanträge ist ab dem 15. Dezember 2017 möglich. Das BMVI fördert als Sofortmaßnahme neben der Beschaffung von Elektrofahrzeugen auch die für den Betrieb der geförderten Fahrzeuge notwendige Ladeinfrastruktur in den Kommunen, die von NOx-Grenzwertüberschreitungen betroffen sind.

Die Förderung findet im Rahmen der aktualisierten „Förderrichtlinie Elektromobilität“ statt. Anträge können vom 15. Dezember 2017 bis 31. Januar 2018 eingereicht werden.

Im Fokus des aktuellen Förderaufrufs stehen kommunale Fahrzeugflotten und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ebenso wie Elektrofahrzeuge im Taxigewerbe und in Car-Sharing-Flotten. Antragsberechtigt sind neben Kommunen und kommunalen Unternehmen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (z.B. Lieferdienste, Handwerker, Kranken- und Pflegedienste), sofern die Kommune bestätigt, dass die Fahrzeugbeschaffung Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist. Ein unbürokratisches Antrags- und Bewilligungsverfahren soll die Umsetzung der Fördermaßnahme beschleunigen und eine schnelle Wirkung entfalten. Detaillierte Informationen zum Förderaufruf und den Nebenbestimmungen finden Sie hier: https://www.now-gmbh.de/de/bundesfoerderung-elektromobilitaet-vor-ort/

Die Fahrzeugbeschaffung wird in nicht wettbewerblichen Bereichen im Regelfall mit 75 Prozent der Investitionsmehrkosten gefördert, bei finanzschwachen Kommunen mit 90 Prozent. Die Zuwendungshöhe für wirtschaftlich tätige Unternehmen beträgt in Abhängigkeit zur Unternehmensgröße 40 bis 60 Prozent der Investitionsmehrkosten.

Als Ansprechpartner für alle Fragen rund um den aktuellen Förderaufruf „Beschaffung von Elektrofahrzeugen“ und zur BMVI-Förderrichtlinie Elektromobilität ist beim Projektträger Jülich Herr Dr. Michael Schultz, Tel. 030/20199 3500.

Bei weiteren Fragen zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2020“ der Bundesregierung, besteht zusätzlich zum telefonischen Kontakt zu den Lotsen auch die Möglichkeit, Ihre Anliegen im Rahmen von fünf Informationsveranstaltungen im persönlichen Austausch zu klären. Diese Informationsveranstaltungen werden im Januar 2018 in Berlin, Bonn, Hamburg, München und Stuttgart stattfinden und von der Lotsenstelle des Sofortprogramms der Bundesregierung durchgeführt. Neben der Lotsenstelle und Vertretern der betreffenden Bundesressorts werden auch Mitarbeiter der jeweiligen Projektträger zur Beantwortung von Fragen vor Ort sein.

Die Bundesregierung unterstützt die Elektromobilität mit umfangreichen Förderaktivitäten. Ziel ist es, den Verkehrssektor energieeffizienter, klima- und umweltverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig sollen vor allem für den Straßenverkehr neue, regenerative Energiequellen erschlossen und so die Abhängigkeit vom Erdöl verringert werden. Die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrssektors ist auch eine tragende Säule für die Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) der Bundesregierung.

Das BMVI fördert auf Basis der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 9. Juni 2015 den Markthochlauf von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben inklusive der dafür notwendigen Infrastruktur. Ziel ist die Erhöhung der Fahrzeugzahlen, insbesondere in kommunalen Flotten. Hier bestehen große Potenziale für den Markthochlauf der Elektromobilität. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung der Fahrzeuge mit dem Stromnetz in Kombination mit dem Ausbau erneuerbarer Energien für den Verkehrssektor auf der kommunalen Ebene.

Im Rahmen der Bemühungen der Bundesregierung zur Verbesserung der Luftqualität leistet die Förderrichtlinie auch einen Beitrag zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Verbreitung der Elektromobilität ist das Vorhandensein von ausreichend und kundenfreundlicher Ladeinfrastruktur. Mithilfe der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur des BMVI vom 15.02.2017 soll ein deutschlandweites Ladeinfrastrukturnetz etabliert werden, das die Ladebedarfe der Kunden abdeckt. Zur Verfügung stehen 300 Mio. Euro im Zeitraum 2017-2020. Gefördert werden sollen mindestens 15.000 Ladestationen, davon ca. 10.000 Normalladestationen und ca. 5.000 Schnellladestationen. Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss zu den Investitionskosten für Ladepunkte und zum Netzanschluss je Standort. Gefördert wird nur öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur im Sinne der Ladesäulenverordnung (LSV).

Auf der Basis des Regierungsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 bis 2026 fördert das ressortübergreifende Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) Forschung und Entwicklung im Themenfeld Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, zum anderen adressiert es die für eine Marktaktivierung notwendige Unterstützung erster Produkte in diesem Bereich. Mit der Förderrichtlinie „Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase 2 (Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)“ vom 17. Februar 2017 unterstützt das BMVI die Marktaktivierung für Produkte, die die technische Marktreife erzielt haben, am Markt jedoch noch nicht wettbewerbsfähig sind, als Vorstufe des Markthochlaufs.

Detaillierte Informationen zu kommenden Förderaufrufen finden Sie auf den Webseiten der Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie unter den Weiterführenden Informationen.