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Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit

Quelle: Fotolia / tonefotografia

Welche Rolle spielt Verkehrspolitik bei der Sicherung der nachhaltigen Mobilität? Können Umweltschutz und Verkehr miteinander auskommen? Wie können wir den drei Säulen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und sozialer Ausgewogenheit - im Verkehr gerecht werden?

Wir alle wollen mobil sein, möglichst schnell und bequem zum Arbeitsplatz, zu Freunden oder zum Einkaufen kommen und erwarten, dass in den Geschäften stets alles pünktlich verfügbar ist. Zugleich ärgern wir uns über Staus, Verkehrslärm, Abgase und verbaute Landschaften.

Das Funktionieren unserer arbeitsteiligen Gesellschaft, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Lebensqualität sind unmittelbar mit einem hohen Grad an Mobilität verbunden. Die Verkehrsinfrastruktur unseres Landes ist einer seiner wichtigsten Standortfaktoren. Andererseits sind jedoch mit zunehmendem Verkehr eine Reihe negativer Folgen für Mensch und Umwelt verbunden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) versteht es als seine wichtige verkehrspolitische Aufgabe, die unterschiedlichen Interessen und Zielkonflikte auszubalancieren.

Mobilität spiegelt die Lebenswirklichkeit der Menschen wider

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Dabei geht es um zukunftsfähige Lösungen, die unsere Mobilität langfristig sichern, wirtschaftlich tragfähig und sozial ausgewogen sind und gleichzeitig die Umwelt schonen. Mobilität, und damit auch der Verkehr, spiegeln die Lebenswirklichkeit der Menschen wider, die bunt und vielfältig ist. Nachhaltige Verkehrspolitik lässt sich nicht verordnen, sie wirkt über konkrete und ausgewogene ökonomische und ordnungspolitische Maßnahmen sowie über die Sicherstellung alternativer nachhaltiger Angebote.

Wichtig ist in dem Zusammenhang vor allem, Investitionen, Innovationen und auch fiskalische Instrumente so zu nutzen, dass Mobilität effizienter gestaltet werden kann und die Transportintensität unserer Wirtschaftsabläufe sinkt.

Dies führt zum Beispiel zu weniger Staus, spart kostbare Zeit und Kraftstoffkosten, erhöht die Verkehrssicherheit und führt zugleich zu verminderten Umweltbelastungen. Dies ist ein gutes Beispiel um zu zeigen, dass ökonomische, ökologische und soziale Zielsetzungen im Verkehr sich ganz und gar nicht ausschließen.

Breit angelegtes Maßnahmenpaket

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Die Bundesregierung setzt auf ein breit angelegtes Maßnahmenpaket, das alle Bereiche der Verkehrspolitik einbezieht, alle Verkehrsträger und ihre Infrastrukturen umfasst und in intensivem Dialog mit der Öffentlichkeit fortentwickelt wird. Das Maßnahmenpaket umfasst investive, ordnungsrechtliche, preis-, steuerpolitische und technische Maßnahmen, forschungspolitische Akzentsetzungen sowie Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen.

Im "Fortschrittsbericht der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2004" stellt das BMVBS zum Thema "Nachhaltige Mobilität" die Umsetzung und Fortentwicklung dieses Maßnahmenkatalogs dar. Alle hier beschriebenen Maßnahmen und Instrumente bilden die Elemente einer Gesamtstrategie und stehen in vielfältigen Zusammenhängen zum individuellen Alltagsverhalten, langfristig wirksamen Raumstrukturen, sozioökonomischen Trends wie der Individualisierung der Lebensstile und der Globalisierung der Märkte.