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SAR-Hubschrauber (See) der Bundeswehr vom Typ Sea King MK.41 im Flug

Quelle: Deutsche Marine

Gemäß Anhang 12 zum Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt ist auch Deutschland verpflichtet, einen Such- und Rettungsdienst (SAR-Dienst) für Luftfahrzeuge vorzuhalten. Der SAR-Dienst in Deutschland wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) durch die Bundeswehr durchgeführt. Die Bundeswehr hält hierfür SAR-Hubschrauber in ständiger Bereitschaft.

Zu den Aufgaben des SAR-Dienstes gehören die Suche und Hilfeleistung für in Not geratene oder vermisste Luftfahrzeuge. Darüber hinaus leisten SAR-Hubschrauber u.a. bei Seenotfällen vor der deutschen Nord- und Ostseeküste Unterstützung.

Zur Durchführung des SAR-Dienstes betreibt die Bundeswehr zwei SAR-Leitstellen an den Standorten Münster und Glücksburg, die rund um die Uhr besetzt sind. Während die Leitstelle Glücksburg den SAR-Bereich See abdeckt, der Schleswig-Holstein, Hamburg sowie Nord- und Ostsee umfasst, ist die Leitstelle Münster zuständig für das verbleibende Bundesgebiet (den SAR-Bereich Land).

SAR-Hubschrauber (Land) der Bundeswehr vom Typ Bell UH1-D

Quelle: Bundeswehr / Nico Engler

Für den Einsatz über dem Festland sind drei Hubschrauber des Heeres an den Standorten Nörvenich, Holzdorf und Niederstetten stationiert, während der SAR-Bereich See durch zwei Hubschrauber der Marine abgedeckt wird, die von den Standorten Helgoland und Warnemünde aus operieren.

Darüber hinaus ist die SAR-Leitstelle Münster der nationale SAR-Point of Contact für das COSPAS/SARSAT Satelliten-System, über welches Alarme von in Luft- und Seefahrzeugen verbauten Notsendern empfangen werden. Damit ist sie zuständig für die Bearbeitung bzw. Weiterleitung von Alarmmeldungen deutscher Notsender weltweit, sowie ausländischer Notsender-meldungen innerhalb Deutschlands.

Landkarte mit den SAR-Standorten

Quelle: SAR-Leitstelle Münster, Bundeswehr