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Wegweiser mit Aufschrift: Energie auf neuen Wegen. Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie
Wegweiser: Energie auf neuen Wegen. Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie

Quelle: BMVBS

Mobil zu sein zählt zu unseren Grundbedürfnissen. Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit dem eigenen Auto, mit Bus, Bahn und mit dem Flugzeug ermöglicht uns individuelle Freiheit und Freizeitgestaltung genauso wie die Berufstätigkeit und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Der Bedarf an Mobilität wird wegen der sich weiter flexibilisierenden Arbeitswelt - trotz der demografischen Entwicklung - eher steigen als abnehmen. Dies gilt für Deutschland wie auch Europa und weltweit umso mehr. Vor allem im Gütertransport aber auch im Luftverkehr werden weiterhin deutliche Zunahmen erwartet.

Auf der 21. VN-Klimakonferenz in Paris Ende 2015 haben sich 195 Vertragsstaaten dazu verpflichtet, ihren Beitrag zu leisten, um die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten und unter 1,5 Grad anzustreben. Dies bedeutet das Ziel der weitgehenden Klimaneutralität und Dekarbonisierung der Gesellschaft in der 2. Hälfte des Jahrhunderts auch in Deutschland. Bereits im Energiekonzept aus dem Jahr 2010 hat Deutschland das Ziel fixiert, bis 2050 über alle Sektoren hinweg zwischen 80 und 95 Prozent weniger Treibhausgasemissionen zu emittieren. Dazu muss auch der Verkehrssektor seinen Beitrag leisten und die derzeit noch sehr große Abhängigkeit vom Öl reduzieren. Ein weiteres Ziel aus dem Energiekonzept ist es, im Verkehrssektor den Endenergieverbrauch gegenüber 2005 um 10 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2050 zu senken und damit auch maßgeblich zur CO2-Einsparung beizutragen.

Zur Bekämpfung des Klimawandels, aus Gründen des schonenden Umgangs mit den natürlichen Ressourcen sowie zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung und bezahlbarer Preise hat die Bundesregierung im Koalitionsvertrag 2009 die Erarbeitung einer Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) vereinbart, die technologieoffen ist und alle Verkehrsträger mit einbeziehen soll. Die MKS wurde 2012 und 2013 in einem umfangreichen Fachdialog mit rund 400 Unternehmen, Verbänden, Bürgern und Experten aus Gesellschaft, Industrie und Wissenschaft erarbeitet. Sie bündelt Technologien sowie Energie- und Kraftstoffoptionen für die unterschiedlichen Verkehrsträger und wurde am 12. Juni 2013 vom Bundeskabinett verabschiedet.
Seit der Verabschiedung wird die MKS als lernende Strategie gemeinsam mit den relevanten Akteuren weiterentwickelt und neuen Herausforderungen angepasst. Die MKS ist damit das zentrale Umsetzungsinstrument für die Energiewende im Verkehr und eine wichtige Diskussionsplattform für nachhaltige Mobilität.

Der Abschied vom Öl und den damit verbundenen Abhängigkeiten und Unsicherheiten wird wie der Atomausstieg von einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland unterstützt. Die Herausforderungen des Umweltschutzes stehen auch bei der Mobilität ganz oben auf der Agenda.