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Hafen Hamburg
Hafen Hamburg

Quelle: BMVI

Die Bundesrepublik Deutschland hat als eine in der Welt führende Exportnation höchstes Interesse an einem freien Seeverkehr auf sicheren Seewegen, denn der Großteil des deutschen Außenhandels wird mit Schiffen transportiert. Die Bundesrepublik ist aber auch ein bedeutender Schifffahrtsstandort: Mitte 2017 befanden sich über 2.500 (mit 65,6 Mio BRZ) Handelsschiffe im Eigentum deutscher Schifffahrtsgesellschaften.

Die deutsche Handelsflotte zeichnet sich durch einen hohen Anteil moderner Containerschiffe aus. Die deutsche Containerschiffflotte hat im weltweiten Vergleich eine führende Position.

In internationalen Foren und in Gremien der Europäischen Union formuliert und vertritt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die deutsche Haltung in vielen Fragen der Seeverkehrspolitik. Im Rahmen der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO - International Maritime Organization) ist Deutschland maßgeblich an der Weiterentwicklung hoher internationaler Standards für die Seeschifffahrt beteiligt. Neben multilateralen Vereinbarungen hat die Bundesrepublik zahlreiche bilaterale Schifffahrtsabkommen geschlossen, wodurch der Seeverkehr mit diesen Partnerländern erleichtert wird.

Sehr wichtige und aktuelle Themen im internationalen Seeverkehr sind Schiffssicherheit, Umweltschutz und Terrorismusprävention. Die Meere, wie auch die Küstenregionen, sind einmalige Naturlandschaften, Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten und zudem ein wichtiger Nahrungs- und Rohstofflieferant. Die Ostsee etwa ist ein einzigartiges und sehr sensibles Ökosystem mit gleichzeitig dichtestem Schiffverkehr.

Das BMVI hat die Ausweisung der Ostsee als PSSA durch die IMO ("particularly sensitive sea area" - also einem "besonders sensiblen Seegebiet") aktiv und eng begleitet. Es wurde sich außerdem dafür eingesetzt, dass Einhüllentanker schneller ausgephast (außer Dienst gestellt) und die ökologischen Belastungen durch Ballastwasser von Seeschiffen gemildert werden.

Zunehmende Bedeutung erlangt auch im Seeverkehr die Gefahrenabwehr gegen Piraterie und terroristische Akte. Das BMVI begleitet und gestaltet mit einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe Initiativen internationaler Gremien wie der IMO oder der Gruppe der Acht (G8) zur Steigerung der Sicherheit im internationalen Seeverkehr. Als ein Ergebnis dieser internationalen Zusammenarbeit sind seit dem 1. Juli 2004 weltweit höhere Sicherheitsstandards für die Abwehr von terroristischen Angriffen auf Schiffe in Kraft getreten.