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Bergdorf

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Mit ihrer Raumordnungspolitik strebt die Bundesregierung die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilräumen Deutschlands an. Diese Aufgabe folgt aus dem Grundgesetz und muss den tief greifenden Veränderungen gerecht werden, denen unsere Gesellschaft unterliegt.

Sowohl die Bevölkerungszahl (Schrumpfung statt Wachstum), die innere Zusammensetzung (mehr ältere Menschen, mehr im Ausland Geborene) und auch die räumliche Verteilung (Zersiedlung, Nord-Süd- und Ost-West-Wanderung) stellen die Politik vor zum Teil völlig neue Anpassungsaufgaben.

Unsere Raumordnungspolitik entwickelt Strategien, wie der gespaltenen Entwicklung von wachsenden und schrumpfenden Regionen in enger räumlicher Nachbarschaft Rechnung getragen werden kann.

Raumordnung und Raumentwicklung müssen darüber hinaus heute mehr als früher unter den Bedingungen zunehmender internationaler Standortkonkurrenz handeln. Raumordnerische Entwicklungsziele werden stärker auf die Bedingungen der Erwirtschaftung von Wohlstand als auf seine Verteilung fokussiert. Es geht darum, von einer überwiegend ausgleichsorientierten Verteilung zu einer gezielten Unterstützung der regional spezifischen Potenziale und Stärken zu kommen.

Das Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist in diesem Zusammenhang neu zu interpretieren und durch entsprechende Handlungsansätze der Raumentwicklungspolitik zu gestalten. Dabei ist den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen und Entwicklungspotenzialen Rechnung zu tragen, denn die verschiedenen Teilräume erfüllen aufgrund ihrer Raumstruktur und Lage auch unterschiedliche Funktionen.

Die neutrale Instanz der Raumordnung bringt alle Akteure an einen Tisch, wenn es um die Nutzung von Raum geht. Unser Film widmet sich der Frage "Wie geht Raumordnung?".