Alle Formate Alle aktuellen Artikel
Logo: Demografiestrategie der Bundesregierung. Grafik: Karte von Deutschland bestehend aus mehrfarbigen Punkten. durch die farbliche Abhebung wird innerhalb der Grenzen die Alterspyramide abgebildet.
Logo: Demografiestrategie der Bundesregierung

Quelle: BPA

Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen und wird Deutschland in den kommenden Jahrzehnten in nahezu allen Lebensbereichen tiefgreifend verändern. Die Menschen werden älter, die Bevölkerung nimmt in zunehmend mehr Regionen ab und die Zusammensetzung der Gesellschaft wird durch anhaltenden Zuzug aus dem Ausland vielfältiger. Der demografische Wandel wirkt sich insbesondere auf die Lebensbereiche Daseinsvorsorge, Wohnen und Mobilität aus: so müssen zum Beispiel mehr Wohnungen und Häuser altersgerecht umgebaut und in manchen Orten auch rückgebaut werden, Straßen, Wege und Plätze und der Zugang zu Verkehrsmitteln barrierefrei sein und Stadt- bzw. Ortszentren attraktiv bleiben, Einrichtungen der Daseinsvorsorge (wie Ärzte, Krankenhäuser, Schulen, Kindestagesstätten, Post, Sparkasse) und der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs (wie Lebensmittelladen, Bäcker, Fleischer) mit vertretbarem Aufwand mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sein und auch das Autofahren durch technische Assistenzsysteme unterstützt werden.

Für Deutschland kommt es darauf an, diesen demografischen Wandel aktiv zu gestalten, um allen Menschen auch in Zukunft gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landes, optimale Entwicklungschancen und einen hohen Wohlstand bieten zu können. Gefragt ist hierbei aber nicht nur die Bundesregierung, sondern eine Vielzahl von Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft in den Ländern und Kommunen vor Ort.

Die Bundesregierung hat ihre Demografiestrategie im April 2012 verabschiedet und mit Beschluss vom 2. September 2015 weiterentwickelt. Im Dialog mit allen zu beteiligenden Partnern erarbeiten seit Oktober 2012 zehn Arbeitsgruppen zu verschiedenen Herausforderungen des demografischen Wandels konkrete Handlungsempfehlungen und Lösungsvorschläge, die auf dem Demografiegipfel am 13. Mai 2013, einem Strategiekongress am 22. September 2015 sowie auf dem Demografiegipfel am 16. März 2017 vorgestellt wurden. Die eigene demografiepolitische Bilanz für die 18. Legislaturperiode hat die Bundesregierung am 1. Februar 2017 im Kabinett verabschiedet.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur engagiert sich bei der Umsetzung der Demografiestrategie besonders in den Arbeitsgruppen "Regionen im demografischen Wandel stärken – Lebensqualität in Stadt und Land fördern", "Jugend gestaltet Zukunft" und auch "Selbstbestimmtes Leben im Alter".

Im Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels hat das Ministerium in den vergangenen Jahren schon einige Programme gestartet:

  • Im Bereich der Daseinsvorsorge setzen sich insbesondere das Aktionsprogramm "Regionale Daseinsvorsorge", das Modellprojekt "Demografischer Wandel – Region schafft Zukunft" sowie das Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" zusammen mit den Partnern aus vielen Regionen ganz konkret mit Strategien und Umsetzungsprojekten zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Mobilität vor Ort auseinander und zeigen auch gute Beispiele bürgerschaftlichen Engagements auf.
  • Zur Umsetzung der Breitbandstrategie arbeitet die Bundesregierung mit den Netzbetreibern und Anbietern von Diensten zusammen. Da die besonderen Herausforderungen beim Breitbandausbau in den ländlichen Räumen liegen, will die Bundesregierung in diesen Regionen insbesondere durch staatliche Förderung einen Beitrag zum flächendeckenden Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbits/s leisten. Insgesamt werden bis 2020 für die Förderung etwa 4 Mrd. Euro in die Hand genommen.

Damit sollen die ortsnahe Versorgung und Mobilität sowie die Nutzung der Möglichkeiten des schnellen Internets gerade für Menschen in den ländlichen Räumen verbessert werden.

Das Ministerium verfolgt mit seinen Programmen vier zentrale Ziele:

  1. Bedarfsgerechte Angebote der öffentlichen Daseinsvorsorge zu gewährleisten,
  2. Flächendeckender Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur in allen Regionen bis 2018,
  3. Mobilität in jeder Region bis ins hohe Alter zu ermöglichen und
  4. Verkehrsinfrastruktur nachfrage- und demografieorientiert weiterzuentwickeln.

Ausführliche Informationen zu den Programmen, bei denen es auch um den demografischen Wandel geht, finden Sie unter "verwandte Themen" und "weiterführende Informationen".