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Grafik: abstrakte Technologie

Digitale Infrastruktur

Eine moderne Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaft.


Digitales Planen und Bauen – Stufenplan zur Einführung von Building Information Modeling (BIM)

Modernes Bauen heißt heute, dass zuerst virtuell und dann real gebaut wird. Der Grund: Die Digitalisierung des Bauens legt die Grundlage dafür, große Bauprojekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren. Dabei sorgt die bessere Verfügbarkeit von Daten für alle am Bauprojekt Beteiligten für Transparenz und Vernetzung. Zeitpläne, Kosten und Risiken können einfacher, früher und präziser ermittelt und lückenlos kontrolliert werden.

Die durchgängige Digitalisierung aller planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksinformationen als virtuelles Bauwerksmodell wird mit Building Information Modeling – kurz BIM – umschrieben. Diese Methode nutzt gegenüber herkömmlichen IT-Modellen deutlich mehr Informationen und schafft eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle am Bau Beteiligten zugreifen können.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert bereits vier Pilotprojekte. So erprobt die DB AG die Methodik beim Rastatter Tunnel im Projekt Karlsruhe-Basel sowie bei der Filstalbrücke im Neubauprojekt Wendlingen-Ulm. Die DEGES wendet BIM bei der Erneuerung der Brücke über den Petersdorfer See (BAB 19 in Mecklenburg-Vorpommern) und beim Neubau der Auenbachtalbrücke im Zuge der B 107n südlich von Chemnitz an. Die Projekte werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Um BIM in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 15.12.2015 einen Stufenplan für die Einführung von BIM vorgelegt. Er gilt in erster Linie für den Infrastrukturbau und den infrastrukturbezogenen Hochbau, kann aber auch in anderen Bereichen als Modell genutzt werden.

Dieser Plan sieht als erste Stufe eine Vorbereitungsphase (bis 2017) vor, in der z. B. Standardisierungsmaßnahmen durchgeführt und Leitfäden, Checklisten und Muster erarbeitet werden. Hierfür stellt das BMVI Mittel in Millionenhöhe bereit.

In der zweiten Stufe (2017-2020) sollen die derzeitigen vier Pilotprojekte deutlich erweitert werden, um über alle Planungs- und Bauphasen hinweg Erfahrungen sammeln zu können. Weitere Pilotprojekte bei den Verkehrsträgern Schiene, Straße und Wasserstraße sind dafür in Planung. Das BMVI wird diese mit Mitteln in zweistelliger Millionenhöhe unterstützen.

In der dritten Stufe (ab 2020) soll BIM im Zuständigkeitsbereich des BMVI bei neu zu planenden Projekten regelmäßig angewandt werden.

Der Stufenplan beschreibt u. a. das dann geforderte Leistungsniveau und listet die Maßnahmen auf, die zur Vorbereitung der breiten Einführung ergriffen werden sollten.


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