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Arbeit im "World-Café" beim Fachworkshop
Arbeit im "World-Café" beim Fachworkshop

Quelle: IFOK GmbH

Ein Großteil des Gütertransports in Deutschland wird über die Straße abgewickelt. Aktuelle Prognosen gehen bis 2030 von einem Zuwachs der Verkehrsleistung im Güterverkehr um 38 Prozent gegenüber 2010 aus. Angesichts dessen birgt die Verlagerung von Güterströmen von der Straße auf die Schiene ein großes Potenzial zur Reduktion von Emissionen und Endenergieverbrauch. Im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) wurden daher bereits in einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Verlagerungspotenziale auf den Schienengüterverkehr eingehend beleuchtet. Die relevanten Fachakteure wurden dabei über Fachworkshops eingebunden.

In einer neuen, ebenfalls durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beauftragten Folgestudie mit dem Titel "Integrierte Maßnahmen zur Verlagerung von Straßengüterverkehren auf den kombinierten und den konventionellen Schienengüterverkehr", sollen nun konkrete Maßnahmen zur Steigerung des Anteils der Schiene am Güterverkehr entwickelt werden. Die aktuelle Untersuchung wird unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) unter Mitarbeit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) durchgeführt. Um eine frühzeitige Einbindung der Fachakteure zu ermöglichen, finden auch dabei begleitend zur Erstellung der Studie mehrere Fachworkshops statt. Im Fokus des ersten Fachworkshops "Erfolgsfaktoren und Herausforderungen schienenbasierter Logistiksysteme" stand dabei die Frage, welche Schritte notwendig sind, um den Schienengüterverkehr attraktiver zu machen. Dazu gehört die Definition von Hemmnissen und die Entwicklung von Maßnahmen zu deren Überwindung.

Der Fachworkshop diente insbesondere dazu, die zu Beginn der Untersuchung entwickelten Annahmen zu verifizieren und thematisch zu erweitern. Im Fachworkshop am 29. März 2017 wurden daher Zukunftsbilder für den Schienengüterverkehr entwickelt und Rahmenbedingungen zur Umsetzung dieser Bilder diskutiert. Eine wesentliche diskutierte Frage war dabei der mögliche Beitrag der Digitalisierung zur Verlagerung von Güterströmen. Die Ergebnisse dieses Workshops werden in die weitere Arbeit von Fraunhofer IML und TUHH an der Studie einfließen.

Die Dokumentation der Veranstaltung sowie die Präsentation der Referenten stehen im Folgenden zum Download zur Verfügung.