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Deckblatt der Broschüre: Fachdialog zur Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie [Quelle: Roland Horn Fotografie]
Broschüre: Fachdialog zur Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie

Quelle: Roland Horn Fotografie

Die MKS basiert auf der Kraftstoffstrategie von 2004, sowie einer Voruntersuchung aus dem Jahr 2011, in der konkrete Handlungsempfehlungen für die Erarbeitung der MKS formuliert wurden (siehe Downloads). Im Unterschied zu der Kraftstoffstrategie, die sich ausschließlich auf den Pkw-Sektor konzentrierte, wurde in der Vorstudie die Notwendigkeit einer ganzheitlichen und sektorübergreifenden Strategie aufgezeigt. Entsprechend sollten zur Erreichung der CO2-Minderungsziele und der Ziele des Energiekonzeptes auch die Akteure des Schienen-, Wasser- und Luftverkehrs in die Entwicklung der Strategie eingebunden werden. Dazu diente der Fachdialog, der 2012 und 2013 umgesetzt wurde.

Gestartet wurde der Fachdialog mit einem Werkstattgespräch im März 2012, in dem die Chancen der MKS im Spiegel nationaler und internationaler Entwicklungen erörtert wurden. Eine Dokumentation des Werkstattgesprächs kann am Seitenende heruntergeladen werden.

In der darauffolgenden ersten Prozessphase ist in mehreren Workshops ein gemeinsamer Wissensstand zu den verschiedenen Energie- und Kraftstoffoptionen sowie zu den Antriebsoptionen der einzelnen Verkehrsträger für alle Akteure geschaffen worden. Die Bewertung der derzeitigen Situation im Verkehrsbereich sowie die Identifikation von Chancen und Herausforderungen standen dabei im Mittelpunkt.

Offene und neu aufgekommene Fragen wurden in der zweiten Prozessphase in Fachgesprächen mit wissenschaftlicher Unterstützung vertieft behandelt. Die Zwischenergebnisse wurden zudem mit der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer von Mobilität sowie der Erfahrungen und Erwartungen der Bundesländer gespiegelt.

Anhand der erarbeiteten Faktenbasis fanden in der dritten Prozessphase Workshops zur Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen statt. Die Akteure erhielten die Gelegenheit, Hinweise zum Umgang mit den energie- und klimapolitischen Herausforderungen und damit für die MKS zu geben.

Eine Abbildung am unteren Ende dieser Seite zeigt den beschriebenen Prozess zum Fachdialog. Die Ergebnisse des Fachdialogs wurden in einer Dokumentation zusammengefasst. Gemeinsam mit den Einzeldokumentationen der Veranstaltungen bildete sie einen wichtigen Baustein für die Erarbeitung der MKS, die am 12. Juni 2013 vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

Das Beteiligungsverfahren der MKS wurde im Sommer 2012 vom Staatssekretärsausschuss der Bundesregierung für Nachhaltige Entwicklung zum „Leuchtturmprojekt 2012 der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie“ bestimmt. Mit dieser Entscheidung ist das umfassende Beteiligungsverfahren zu einem Teil der Strategie selbst geworden.

Zur Vorstellung und Einbindung der internationalen Perspektive wurden vom 9. bis 13. September 2013 im Rahmen einer Delegationsreise in die USA Fachgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Verbänden sowie verschiedener Ministerien auf Bundes- wie auch auf Bundestaatenebene vor Ort geführt. Stationen der Delegation waren: Washington D.C., Los Angeles, Sacramento und San Francisco. Ziel des Austauschs war einerseits die Vorstellung der MKS in den USA, inkl. der inhaltlichen Schwerpunkte als auch des Fachdialogs zur Erarbeitung der MKS. Andererseits galt es, aus deutscher Sicht zu erfahren, welche Konzepte und Strategien in den Bereichen Energie und Transport in den USA erarbeitet wurden und welche nächsten Schritte geplant sind.

Im Fachdialog sind Vernetzungen zwischen Akteuren entstanden, die es vorher nicht gab. An diese konstruktive Dialogkultur wird im Rahmen der lernenden Strategie angeknüpft. So sollen die Mitglieder dieses Netzwerkes zukünftig auch dazu beitragen, neue Entwicklungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und auf sie im Rahmen der MKS zu reagieren. Die MKS wird daher als ein kontinuierliches Umsetzungsinstrument für die Energiewende im Verkehr fortgeschrieben. Formulierte Handlungsempfehlungen werden überprüft und künftige Innovationen und Entwicklungen in die Diskussionen eingebunden.