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Referenten des Workshops „Hybrid-Oberleitungs-Lkw: Potenziale zur Elektrifizierung des schweren Güterverkehrs“
Referenten des Workshops „Hybrid-Oberleitungs-Lkw: Potenziale zur Elektrifizierung des schweren Güterverkehrs“

Quelle: IFOK GmbH

Der Hybrid-Oberleitungs-Lkw ist gerade für den schweren Güterverkehr eine interessante Option, um die umwelt- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung im Verkehr umzusetzen. Um die Kosten und Potenziale dieser Technologie näher zu beleuchten hat das BMVI eine Machbarkeitsstudie beim wissenschaftlichen Beratungskonsortium der MKS (Fraunhofer ISI, Fraunhofer IML und PTV Transport Consult) in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei Fachworkshops am 1. März 2016 und am 4. Mai 2016 zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten umgesetzt, bei denen die zentralen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft eingebunden wurden und sich mit der Fragestellung beschäftigten, welchen Beitrag der Hybrid-Oberleitungs-Lkw zur Energiewende im Verkehr leisten kann.

Ziel der Untersuchung ist somit die Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit des Hybrid-Oberleitungs-Systems für Lkw. Dies umfasst sowohl die Überprüfung bestehender Ergebnisse als auch die Entwicklung alternativer Konzepte. Auf dieser Basis soll dann ein Szenario für den Markthochlauf entwickelt werden, das aufzeigt, welche Strecken prioritär und auf welchem Wege zu elektrifizieren sind. Zudem werden die erforderlichen Kosten sowie die Einsparpotenziale bei CO2-Emissionen und Endenergieverbrauch berechnet. Als Referenz-Technologien werden der Brennstoffzellen-Lkw, der Gas-Lkw sowie batterieelektrische Fahrzeuge betrachtet.

Der erste MKS-Fachworkshop am 1. März 2016 fokussierte die Dimensionierung der Oberleitungen sowie der Fahrzeugbatterie und –technik. Dabei wurden unter anderem erste Ergebnisse zu den angenommenen Fahr- und Ladezyklen präsentiert. Der zweite MKS-Fachworkshop am 04. Mai fokussierte die Energieversorgung. Die Schwerpunkte lagen dementsprechend auf der Erzeugung und Verteilung des Stroms über die Netze.

Die Teilnehmenden gaben nützliche Hinweise für die weitere Bearbeitung der Studie und die Entwicklung der Technologie. So wurde beispielsweise angemerkt, dass die Möglichkeiten des automatisierten Fahrens bereits beim Aufbau der Infrastruktur mitgedacht werden müssten und dass bei der Betrachtung des Endenergieverbrauchs auch eine Well-to-Wheel-Betrachtung erfolgen sollte. Weiterhin wurde festgehalten, dass die Dimension des Themas auf europäischer Ebene und die Potenziale von Traktionsdienstleistern verstärkt diskutiert werden sollen.

Diese und weitere Ergebnisse sind für beide Veranstaltungen in Dokumentationen zusammengefasst, die (in Kürze) am Seitenende heruntergeladen werden können. Ebenso finden Sie dort die Präsentationen, die auf den Fachworkshops gezeigt wurden.