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Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie ist als eine lernende Strategie konzipiert. Grund hierfür sind die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen in den Bereichen Antriebe, Kraftstoffe und Energie sowie innovative Mobilitäts- und Verlagerungskonzepte. Mit der lernenden Strategie setzt das BMVI zudem die konstruktive Dialogkultur in dem entstandenen Akteursnetzwerk fort und entwickelt diese weiter. So sollen durch die Vielfalt der Akteursmeinungen und -interessen neue Entwicklungen und Veränderungen frühzeitig erkannt werden, um im Rahmen der MKS auf sie reagieren zu können. Die MKS ist somit ein kontinuierliches Umsetzungsinstrument für die Energiewende im Verkehr. Formulierte Handlungsempfehlungen können überprüft und künftige Innovationen und Entwicklungen berücksichtigt werden.
Die Entwicklung von klimafreundlichen Technologien, Veränderungen im Verkehr sowie im Mobilitätsverhalten sind aufgrund langer Entwicklungszyklen nur in langfristiger Perspektive zu sehen. Hinzu kommt, dass sich in den bevorstehenden Jahrzehnten nicht nur die Technologien verändern werden, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene. Mit Blick auf einen Handlungshorizont, der sich bis zum Jahr 2050 erstreckt, ist eine lernende Strategie daher ganz im Sinne einer nachhaltigen und vorausschauenden Politik.
Im Rahmen des Fachdialogs ist eine gemeinsame Wissensbasis entstanden, die im Rahmen der lernenden Strategie laufend zu aktualisieren gilt. Sie dient als Grundlage dafür, Handlungsfelder innerhalb der MKS an neue Erfordernisse anpassen zu können, zum Beispiel:

  • neue technologische Entwicklungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse aufzugreifen und gegebenenfalls Rahmenbedingungen unter Wahrung der bestehenden Ressortzuständigkeiten anzupassen,
  • veränderte Akteurskonstellationen und Interessenlagen zu berücksichtigen,
  • die Dynamik der Märkte einzubeziehen sowie
  • Querschnittsthemen zu erkennen und anschlussfähig an Strategien anderer Ressorts zu integrieren.

Ziel der „lernenden“ MKS ist dabei nicht die Schaffung neuer Prozesse und Strukturen. Es geht vielmehr um die Flexibilität, beispielsweise vorhandene Gremienarbeit zu nutzen, Veranstaltungen im Umfeld der MKS als Diskussionsplattform für Kraftstoff- und Mobilitätsthemen einzubeziehen oder bestehende beziehungsweise zu erwartende kommunikative Anlässe zu nutzen.