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Ein Rapsfeld mit einer Biogasanlage im Hintergrund.
Die Nutzung von Biogas im Verkehrssektor hat unterschiedliche Facetten.

Quelle: Jürgen Fälchle / Fotolia

Im Rahmen der fachlichen Begleitung des MKS-Dialogverfahrens erarbeitet das wissenschaftliche Konsortium, bestehend aus DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), IFEU (Institut für Energie- und Umweltforschung), LBST (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik) und DBFZ (Deutsches Biomasseforschungszentrum), im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mehrere Kurzstudien. Damit sollen die Diskussionen über die konkrete Umsetzung der in der MKS genannten Aspekte unterstützt werden.

Der zunehmende Ausbau der Bioenergie wird von einem intensiven gesellschaftlichen Diskurs um die Nachhaltigkeit von Bioenergie begleitet. Neben den Auswirkungen des Bioenergieausbaus auf das Landschaftsbild (z. B. durch den zunehmenden Maisanbau) konzentriert sich diese Debatte vor allem auf die Aspekte der Konkurrenz zwischen Nahrungsmittel-, Futtermittel und Energiepflanzenanbau sowie die möglichen ökologischen und sozialen Folgen von Biomasseimporten (z. B. die Zerstörung von Regenwaldflächen für den Anbau von Palmöl oder Soja).

Um den möglichen Beitrag von Biokraftstoffen zur MKS näher zu beleuchten, stellt die Kurzstudie die theoretisch zur Bioenergieerzeugung in Deutschland verfügbaren Acker- und Grünlandflächen bis zum Jahr 2030 dar. Neben der Berechnung von Flächenpotenzialen für die energetische Nutzung gibt die Studie einen Überblick zum aktuellen Stand der Potenziale für Rest- und Abfallstoffe und forstwirtschaftlicher Biomassepotenziale für Deutschland. Diese Betrachtungen werden um einen Ausblick zu internationalen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Biomassepotenzialen ergänzt.

Die Kurzstudie verfolgt das Ziel, die Debatte um die Allokation der verfügbaren Flächenpotenziale zur Bereitstellung von Strom, Wärme und Biokraftstoffen innerhalb der MKS durch einen beispielhaften Überblick zu den förderpolitischen Rahmenbedingungen der Bioenergieproduktion sowie den Kostenstrukturen beispielhafter Biokraftstofftechnologien zu unterstützen.