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Häuser

Quelle: Fotolia / Rico K.

Raumordnung hat als Aufgabe des öffentlichen Sektors in Deutschland eine lange Tradition. Zentrales Anliegen ist es, das Bundesgebiet einerseits optimal zu entwickeln und andererseits soweit wie möglich zu schützen.

Die einzelnen Teilbereiche des Bundesgebietes weisen je nach

  • Bevölkerungsdichte,
  • Art der Siedlungsnutzung,
  • Zahl und Größe von Städten und Gemeinden,
  • Wirtschaftsstruktur,
  • geographischer Gegebenheiten sowie der
  • Umweltsituation

unterschiedliche Situationen auf. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Raumstrukturen und Raumtypen. Ganz grob kann zwischen ländlichen Räumen und Ballungsräumen unterschieden werden.

Raumordnungspolitik hat die Aufgabe, die Bedingungen für die Entwicklung der einzelnen Räume/Regionen zu verbessern. Aus bundesweiter Sicht stellt sich dabei die besondere Aufgabe, die Unterschiede - etwa in der wirtschaftlichen Entwicklung oder bei der Bereitstellung mit öffentlicher Infrastruktur - zwischen den einzelnen Räumen abzubauen, um für alle Bürger des Landes annähernd gleiche Lebenschancen zu gewährleisten. Die Herstellung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist dann auch ein Verfassungsauftrag, der aber nicht mit Gleichartigkeit in allen Gebieten, Städten und Regionen des Landes gleichzusetzen ist.

Ein weiteres hervorgehobenes Ziel der Raumordnung ist die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung. Hierunter ist eine pflegliche und vorsorgende Nutzung der Räume (Raumgüter) zu verstehen, so dass auch für nachfolgende Generationen genügend Entwicklungschancen bestehen. Da sehr viele unterschiedliche ökonomische, ökologische und sozio-kulturelle Belange koordiniert werden müssen, und die Ansprüche an die einzelnen Räume unterschiedlich sind, wird die Raumordnung auch als Querschnittsaufgabe bezeichnet.