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Collage: Europakarte mit Länderflaggen, Menschen geben sich High-Five (Quelle: Fotolia/ koya979, Robert Kneschke)

Quelle: Fotolia/ koya979, Robert Kneschke

Da viele Probleme nicht mehr allein auf nationaler Ebene gelöst werden können, wird eine Zusammenarbeit der europäischen Staaten immer wichtiger. Die EU unterstützt die Mitgliedsstaaten dabei, gemeinsam auf eine ausgewogene Entwicklung ihrer Regionen hin zu arbeiten.

INTERREG ist ein beliebtes EU-Strukturförderprogramm, das mit dem Ziel der "Europäischen Territorialen Zusammenarbeit" (ETZ) über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird.

Die Zusammenarbeit erfolgt in konkreten Projekten vor Ort, die verschiedene Bereiche, wie Verkehr, Arbeitsmarkt oder Umweltschutz, betreffen. Ziel ist es, Akteure verschiedener Ebenen, Sektoren und Länder zu vernetzen, sowie beispielhafte Projekte durchzuführen, aus deren Erfolge bzw. Misserfolge andere lernen können. Es wird mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln erreicht, dass Investitionen vorbereitet, der Ressourceneinsatz gebündelt und langfristige Kooperationen aufgebaut werden.

Das INTERREG-Programm gliedert sich in drei Ausrichtungen:

  • INTERREG A: grenzübergreifende Zusammenarbeit, d.h. Akteure in benachbarten Grenzregionen
  • INTERREG B: transnationale Zusammenarbeit, d.h. Akteure aus mind. drei EU-Ländern innerhalb festgelegter transnationaler Kooperationsräume
  • INTERREG C: interregionale Zusammenarbeit, d.h. Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch über Ländergrenzen und festgelegte Kooperationsräume hinaus

Das Programm INTERREG IV wurde im Jahr 2014 von INTERREG V abgelöst. Bis 2020 stehen den INTERREG V-Projekten EU-Fördermittel von etwa 1,39 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ist inhaltlich federführend für die transnationale Zusammenarbeit in Deutschland (INTERREG B). Deutschland beteiligt sich an sechs Programmräumen, in denen Kooperationspartner Projekte durchführen und Fördermittel beantragen können. Zu nennen sind der Alpen- und Donauraum, Mitteleuropa, der Nord- und Ostseeraum sowie Nordwesteuropa.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ist Mitglied in den  Verwaltungsgremien der sechs INTERREG B Programme, und hat sich aktiv eingebracht in die Ausarbeitung der neuen Programmdokumente, die die Grundlage für die Förderung ab 2014 bilden. Außerdem koordiniert das Bundesministerium für Verkehr über die AG INTERREG die Zusammenarbeit mit den Bundesländern und mit Verbänden der Zivilgesellschaft.