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Windturbinen auf einer Insel (Quelle: Fotolia/ woe)

Quelle: Fotolia/ woe

Um Konflikten vorzubeugen, eine sinnvolle Nutzung des gemeinsamen Meeresraums allen zu ermöglichen, Synergien zu generieren, Umweltbelangen, Tierschutz sowie Wirtschaftsinteressen gerecht zu werden, haben das Europäische Parlament und der Rat 2014 die "EU-Richtlinie zur Schaffung eines Rahmens zur Maritimen Raumplanung"  als ein Instrument für ein gemeinsames Management des Meeresraumes verabschiedet. Damit sind die lokalen, regionalen und nationalen Interessen der einzelnen Mitgliedstaaten am Meer nicht eingeschränkt. Die Mitgliedstaaten planen jeweils weiterhin nach ihren eigenen Vorschriften.  Die Richtlinie sieht jedoch vor, dass die Pläne im Ergebnis einigen gemeinsamen Mindestanforderungen  entsprechen sollten, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Abbau von Konfliktpotenzialen, eine bessere Koordinierung und die Förderung von Investitionen zu ermöglichen. Das setzt voraus, dass die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene die Nutzung  "ihres" Meeresanteils in Raumordnungsplänen festlegen und ihre Nutzungsabsicht über das gemeinsame Meer mit allen betroffenen Mitgliedstaaten besprechen und abstimmen sollten.
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nimmt an einer von der EU Kommission eingesetzten Expertengruppe zur Umsetzung der Richtlinie teil und führt zahlreiche Gespräche mit den Anrainerstaaten von Nord- und Ostsee. Zudem setzt es sich für die Förderung von Projekten zur maritimen Raumplanung in den INTERREG-Programmen für den Nordsee- und den Ostseeraum ein.