Alle Formate Alle aktuellen Artikel
Windkraftanlage

Quelle: Fotolia / mtrommer

In diesem Forschungsfeld, das kurz vor dem Abschluss steht, werden neben der Untersuchung von Ausbaupotenzialen für erneuerbare Energien Empfehlungen für die Energieeinsparung sowie die Steigerung der Energieeffizienz gegeben. Untersucht wurde ferner die Rolle der Regionalplanung: sie ist für die Sicherung und räumliche Konkretisierung von Flächen zuständig, die für die Gewinnung von Erneuerbaren Energien und raumrelevante Anlagen für deren Transport und Verteilung benötigt werden. Auch für eine energetische Gesamtbetrachtung bietet sich die Leitvorstellung der dezentralen Konzentration an. Auch unter dem Aspekt der Energieeffizienz ist es richtig, die Siedlungsflächen in der Nähe der Verkehrsinfrastrukturen zu bündeln, dort angemessen hohe Dichten zu erreichen und die Räume zwischen den Entwicklungsachsen möglichst freizuhalten. Kompakte Siedlungsstrukturen haben von vornherein ein energetisch günstiges Verhältnis ihrer wärmeabstrahlenden Oberfläche zum Volumen. Der Primärenergieverbrauch kompakter Siedlungsstrukturen im Verkehr ist im Vergleich mit dispersen Siedlungsstrukturen eindeutig günstiger.

Regionale Energiekonzepte können zur Vorbereitung und Verwirklichung von Regionalplänen genutzt werden. Sie leisten damit einen Beitrag zur raumordnerischen Zusammenarbeit im Sinne des Raumordnungsgesetzes. Der Inhalt der Konzepte kann als Abwägungsmaterial für raumordnerische Festlegungen dienen, die raumbedeutsame Vorhaben, insbesondere den Ausbau der Windenergienutzung, betreffen. Außerdem können regionale Energiekonzepte dazu beitragen, Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien oder zur Verbesserung der Energieeffizienz anzustoßen und zu begleiten.

Das Forschungsfeld wird derzeit durch zwei Studien ergänzt, zu denen in Kürze Publikationen vorliegen werden: "Regionale Energiekonzepte in Deutschland" und "Zusammenarbeit von Regionalplanung und Netzbetreibern bei der Planung regionaler Stromverteilnetze".