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Laderampe Gleisanschluss

Quelle: AnschlussBahnProfis

Um mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, fördert der Bund seit 2004 den Neu- und Ausbau sowie die Reaktivierung von privaten Gleisanschlüssen. Die aktuelle Gleisanschlussförderrichtlinie gilt seit dem 31.01.2017 und tritt mit Ablauf des 31.12.2020 außer Kraft. Die wichtigsten Eckpunkte der Förderung im Überblick:

Fördergegenstand

Ein privater Gleisanschluss im Sinne der Förderrichtlinie ist eine Schienenanlage, die im Eigentum eines Unternehmens in privater Rechtsform steht. Im Rahmen des Förderprogramms werden Investitionen von privaten Unternehmen zum Neubau eines Gleisanschlusses, zur Reaktivierung stillgelegter oder nicht mehr genutzter Gleisanschlüsse und zum Ausbau bestehender Gleisanschlüsse finanziell gefördert. Als Ausbau gilt sowohl die Erweiterung als auch die kapazitative Ertüchtigung der Infrastruktur eines in Betrieb befindlichen Gleisanschlusses für zusätzliche Verkehre.

Höhe der Förderung

Von den zuwendungsfähigen Investitionsausgaben werden bei Neu-, Ausbau und Reaktivierung eines Gleisanschlusses bis zu 50 Prozent als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt. Die Zuwendung beträgt als Höchstwert je Tonne pro Jahr oder je 1.000 Tonnenkilometer erzielter Schienengüterverkehrsleistung einheitlich bis zu 8 Euro pro Tonne oder bis zu 32 Euro pro 1.000 Tonnenkilometer. Bei leichten Gütern beträgt die Förderung 220 Euro je Güterwagen und 90 Euro je 100 Güterwagenkilometer.

Antragstellung

Unternehmen stellen ihre Förderanträge beim Eisenbahn-Bundesamt. Das Ergebnis der Prüfung des Förderantrags soll dem Antragsteller frühestmöglich, spätestens jedoch drei Monate nach Vorliegen aller zur Entscheidung erforderlichen Unterlagen mitgeteilt werden.

Nähere Informationen zu der Förderung und Antragstellung sind über die zuständige Bewilligungsbehörde, das Eisenbahn-Bundesamt, abrufbar.