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Regal mit Büchern

Quelle: Fotolia / Ermolaev Alexandr

Unabhängig mobil sein – dieser Wunsch zieht sich durch unser gesamtes Leben. Für eine möglichst uneingeschränkte Bewegungsfreiheit ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil dieses Mobilitätsanspruchs und zugleich Voraussetzung für eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – in Städten wie auch in ländlichen Regionen. Doch vor allem für Menschen mit einer Behinderung ist ein barrierefreier Zugang zum Personenverkehr existenziell. Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung. In Deutschland sind es etwa 9,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger und somit etwa jeder Achte.

Die barrierefreie Gestaltung von Mobilität für Menschen mit Behinderung und für Menschen, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, hat für die Bundesregierung eine hohe Bedeutung. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels findet dieses Thema generationenübergreifend immer mehr Aufmerksamkeit. Für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist die Barrierefreiheit beim Personenverkehr ein bedeutsamer Faktor. Das gilt für den Nah- und Fernverkehr gleichermaßen. Barrierefreiheit muss deshalb ein wichtiges Kriterium bei allen Neu- und Umbauten von Verkehrsanlagen und bei Investitionen im öffentlichen Personenverkehr sein. Das Konzept "Design für Alle" – auch "universelles Design" genannt – liefert dazu einen wichtigen Kompass. Es ist auch in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen definiert und bedeutet ein Design von Produkten und Dienstleistungen, das allen Menschen ihre weitgehende Nutzung ohne eine besondere Anpassung und Gestaltung ermöglicht.

Auch die Länder sind in der Pflicht, denn in ihren Händen liegt die Zuständigkeit für die Planung, Organisation und Finanzierung des ÖPNV. Der Bund kann die Länder – und ebenso die Gemeinden und Verkehrsunternehmen – beispielsweise durch Forschungsprojekte unterstützen. Das Buch "Barrierefreier ÖPNV in Deutschland" ist das Ergebnis eines solchen Forschungsprojekts. Die Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen e. V., STUVA, hat es mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung durchgeführt. Bereits die 1. Auflage des Buches erfreute sich schneller Verbreitung und ist längst vergriffen. Nicht zuletzt die Veränderungen seither haben eine umfangreiche Aktualisierung notwendig gemacht. Dank gebührt dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und dem VDV-Förderkreis e. V. für das Engagement als Herausgeber und die wertvolle finanzielle Beteiligung an dem Projekt.

Ziel des Forschungsvorhabens war es, den hohen Entwicklungsstand von Maßnahmen zur Gewährleistung von Barrierefreiheit im ÖPNV in Deutschland umfassend zu ermitteln, zu bewerten und anschaulich darzustellen, um damit die weitere Verbreitung dieser vorbildlichen Lösungen und der guten Praxis zu unterstützen. Berücksichtigt wurden ebenfalls die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen. In seiner 2. Auflage steht das Kompendium allen zur Verfügung, die politisch, administrativ oder technisch Verantwortung für den ÖPNV tragen. Es soll zu einer umfassenden Nutzung der wertvollen Erkenntnisse im nationalen wie auch internationalen Raum anregen und die Sachkenntnis und das Problembewusstsein über die Fachkreise hinaus auch bei der breiten Öffentlichkeit stärken.

Bestellmodalitäten

Das Buch kann unter Angabe der ISBN (ISBN 3-87094-694-4) über den Buchhandel oder direkt beim Alba-Fachverlag bestellt werden.

Die Verlagsadresse lautet:

Alba-Fachverlag GmbH + Co. KG
Postfach 11 01 50
40501 Düsseldorf
Telefon +49 (0) 211 52013-51 (Vertrieb)
Telefax +49 (0) 211 52013-58 (Vertrieb)
Internet: www.alba-fachverlag.de

2. Auflage, fester Einband,
Format 20,5 x 22 Zentimeter, 636 Seiten, 305 Abbildungen
ISBN 3-87094-694-4
97,00 Euro

Alle Texte in Deutsch und Englisch