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Verkehr und Mobilität

Mobilität ist zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen Leben.

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Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Studenten mit Tablets Studenten mit Tablets (Quelle: © Syda Productions - Fotolia)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur lobt für das Jahr 2016 erneut den Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik aus.

Der Preis wird für herausragende Lehrangebote von Hochschulen im Fachbereich Logistik verliehen. Durch den Preis soll das deutsche Hochschulangebot im Bereich Logistik besser bekannt gemacht werden. Jugendliche und bereits im Logistikbereich Beschäftigte sollen für Logistikberufe mit akademischen Hintergrund sowie für Führungsaufgaben interessiert werden. Gleichzeitig soll die Motivation gestärkt werden, einen Studiengang im Bereich Logistik zu wählen.

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, der Ausweitung der Arbeitsteilung in der Produktion, neuer technischer Möglichkeiten und des demografischen Wandels besteht im gesamten Bereich Transport und Logistik ein hoher Bedarf an qualifiziertem Personal und akademischen Fachkräften. Der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sieht daher vor, durch eine gemeinsame Initiative von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden die langfristige Sicherung von ausreichendem qualifiziertem Personal, die Erhöhung des Qualifikationsniveaus und die Verbesserung des Images der Logistikberufe zu erzielen. Hierzu soll auch der Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik beitragen.

2016 wird der Preis für herausragende Lehrangebote zum Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" verliehen.

Die Logistik ist heute ein internationales, weltumspannendes Geschäft. Für Unternehmen, die in der globalisierten Welt tätig sind, werden Logistiknetze komplexer und Transportketten länger und können ohne weiteres einmal um die gesamte Welt gehen. Dies bedeutet aber auch, dass für die weltweiten Lieferketten schon geringe Störungen gewaltige Auswirkungen haben können. Große Verspätungen bei der Abfertigung in einem Hafen, Naturkatastrophen und Streiks, aber auch wirtschaftliche oder politische Umbrüche und Krisen können die Lieferung von dringend benötigten Ersatzteilen oder Rohstoffen für die Fertigung eines Produkts erheblich stören und sich so auf die gesamten Produktionsprozesse eines Unternehmens auswirken. Um solche Auswirkungen zu minimieren, müssen die Risiken schnell erkannt und es muss entsprechend rasch und effizient reagiert werden. Auch Logistiker, die die weltweiten Transportketten planen, sind hier gefragt, auf derartige Risiken zu reagieren und ihnen schnell entgegenzutreten, um Verzögerungen in den Lieferketten möglichst gering zu halten. Daher ist es von großer Bedeutung, das Erfordernis eines aktiven Managements potentieller Risiken für die Logistikkette und den Umgang mit diesen bereits frühzeitig und umfassend in der Ausbildung bzw. dem Logistikstudium zu vermitteln, damit die logistischen Nachwuchskräfte diese kennen und bei Entscheidungsprozessen berücksichtigen und entsprechend reagieren können.

Teilnahmeberechtigt ist jede staatliche oder staatlich anerkannte deutsche Hochschule, die einen Studiengang mit logistischem Schwerpunkt mit dem Abschluss Bachelor oder Master anbietet. Bewerben kann sich die jeweilige Hochschule, ein Fachbereich oder eine Fakultät.

Die eingereichten Bewerbungen werden beurteilt nach

  • Vielseitigkeit des Lehrangebots (zum Beispiel Fallstudien, Projektarbeiten, Forschungsarbeiten, innovative Lernkonzepte) (15%)
  • Zusammenarbeit / Kooperation mit der Wirtschaft im nationalen und internationalen Bereich (15%)
  • Relevanz des Lehrangebots für Wirtschaft und Praxis / praxisorientierte Behandlung unternehmensrelevanter Fragestellungen (Praxisbezug) (30%)
  • Entwicklung neuer und/oder Weiterentwicklung bestehender logistischer Konzepte beziehungsweise Vorhaben mit Bezug auf das Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" (30%)
  • Berücksichtigung von sozialen Belangen der Beschäftigten im Logistikbereich zum Beispiel zur Qualifizierung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen (10%)

Die Entscheidung über den Preisträger trifft eine Jury. Diese besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • Frau Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär, MdB, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Vorsitz)
  • Herrn Mathias Krage, Präsident des Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) e.V.,
  • N.N. (hochrangiger Vertreter der DB AG),
  • Herrn Prof. Dr. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.,
  • Herrn Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.,
  • Frau Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di),
  • Herrn Prof. Dr. Bernd Reissert, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR),
  • Frau Katrin Geißler-Schmidt, Verlagsleiterin Verlag Heinrich Vogel (Springer Fachmedien München GmbH).

Hochschulen, deren Vertreter gleichzeitig Jurymitglied sind, sind von der Bewerbung ausgeschlossen.

Ausgezeichnet wird der Preisträger mit einer Urkunde und einer Statue. Die Preisverleihung erfolgt anlässlich der 6. Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik.

In der Bewerbung ist darzulegen, dass das Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" im Lehrplan des Bewerbers eine besondere Rolle spielt. Dabei ist auf folgende Leitfragen einzugehen:

  • Welche Studienangebote / Lehrveranstaltungen bieten Sie zum Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" an?
  • Wie wird das Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" an Ihrer Hochschule behandelt bzw. wie ist es in den Lehrplan integriert?
  • Inwiefern berücksichtigen Sie, dass die von Ihnen vermittelten Lehrinhalte zum Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten"  später im Berufsleben der Studierenden eingesetzt werden können?
  • Gibt es von Ihnen Entwicklungen / Innovationen / Konzepte aus dem Bereich / Gebiet "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten", die von Unternehmen bereits angewandt werden?
  • Inwiefern werden internationale Bezüge zum Thema "Risikobewältigung und widerstandsfähige Logistikketten" berücksichtigt?

Bewerbungen sind von der Hochschulleitung, der Dekanin / dem Dekan der Fakultät oder der Leiterin / dem Leiter des Fachbereichs zu unterzeichnen.

Die Bewerbungen müssen für den Empfänger kostenfrei bis zum 29.02.2016, 12:00 Uhr in schriftlicher Form eingegangen sein bei:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat G 22
Kennwort Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Die Sendung ist mit dem Zusatz:  "Bewerbungsunterlagen, bitte nicht öffnen" zu versehen. Für Sendungen, die per Kurierdienst eingereicht werden, gilt das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum als Nachweis des fristgerechten Versands. Verspätet versandte sowie rechtzeitig versandte, aber nach dem 29.02.2016 eingehende Einsendungen werden nicht berücksichtigt. 


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