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Hochschulpreis

Quelle: BMVI

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur lobt für das Jahr 2018 erneut den Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik aus.

Der Preis wird seit 2013 für herausragende Lehrangebote von Hochschulen im Fachbereich Logistik verliehen. Durch den Preis soll das deutsche Hochschulangebot im Bereich Logistik besser bekannt gemacht werden. Jugendliche und bereits im Logistikbereich Beschäftigte sollen für Logistikberufe mit akademischen Hintergrund sowie für Führungsaufgaben interessiert werden. Gleichzeitig soll die Motivation gestärkt werden, einen Studiengang im Bereich Logistik zu wählen.

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, der Ausweitung der Arbeitsteilung in der Produktion, neuer technischer Möglichkeiten und des demografischen Wandels besteht im gesamten Bereich Transport und Logistik ein hoher Bedarf an qualifiziertem Personal und akademischen Fachkräften. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur möchte daher durch eine gemeinsame Initiative von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden die langfristige Sicherung von ausreichend qualifiziertem Personal, die Erhöhung des Qualifikationsniveaus und die Verbesserung des Images der Logistikberufe erzielen. Hierzu soll auch der Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik beitragen.

2018 wird der Preis für herausragende Lehrangebote zum Thema "Urbane Logistik" verliehen.

Städte und Ballungsräume sind derzeit mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere das Wachstum des Onlinehandels wirkt sich auf den gewerblichen Lieferverkehr in den Städten aus. Die Kommunen stehen vor der Herausforderung, Mobilität zu erhalten und gleichzeitig die Umweltsituation zu verbessern. Für Logistiker treten neben die klassische Herausforderung, Lieferprozesse an den Anforderungen von Zeit, Kosten und Qualität auszurichten, mit Umwelt- und Ressourcenschutz weitere Faktoren, die in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen sind. Innovationen, wie der Einsatz von Drohnen, Robotern und autonom fahrende Fahrzeugen können logistische Abläufe ebenfalls grundlegend verändern. Gerade diese vielfältigen Anforderungen in Ausgleich zu bringen, stellt eine besondere Herausforderung in der urbanen Logistik dar. Daher ist es von großer Bedeutung, die Anforderungen, die sich im städtischen Umfeld an die Logistik stellen, bereits frühzeitig und umfassend im Logistikstudium zu vermitteln, damit die logistischen Nachwuchskräfte diese kennen und bei ihren Entscheidungsprozessen berücksichtigen können.

Teilnahmeberechtigt ist jede staatliche oder staatlich anerkannte deutsche Hochschule, die einen Studiengang mit logistischem Schwerpunkt mit dem Abschluss Bachelor oder Master anbietet. Bewerben kann sich die jeweilige Hochschule, ein Fachbereich oder eine Fakultät.

Die eingereichten Bewerbungen werden beurteilt nach

  • Vielseitigkeit des Lehrangebots (z.B. Fallstudien, Projektarbeiten, Forschungsarbeiten, innovative Lernkonzepte) (15 %),
  • Zusammenarbeit / Kooperation mit der Wirtschaft oder Kommunen (15 %),
  • Relevanz des Lehrangebots für Wirtschaft und Praxis / praxisorientierte Behandlung relevanter Fragestellungen (Praxisbezug) (30 %),
  • Entwicklung neuer und/oder Weiterentwicklung bestehender logistischer Konzepte bzw. Vorhaben mit Bezug auf das Thema "Urbane Logistik" (30 %),
  • Berücksichtigung von sozialen Belangen der Beschäftigten im Logistikbereich z. B. zur Qualifizierung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, (10 %).

Die Entscheidung über den Preisträger trifft eine Jury. Diese besteht aktuell aus folgenden Mitgliedern:

  • Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik,
  • Matthias Krage, Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) e.V.,
  • Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.,
  • Jochen Thewes (Vorsitzender des Vorstandes der Schenker AG),
  • Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.,
  • Andrea Kocsis, stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di),
  • Prof. Dr. Harald Gleißner, Erster Vizepräsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR),
  • Katrin Geißler-Schmidt, Verlagsleiterin Verlag Heinrich Vogel (Springer Fachmedien München GmbH).

Hochschulen, deren Vertreter gleichzeitig Jurymitglied sind, sind von der Bewerbung ausgeschlossen.
Ausgezeichnet wird der Preisträger mit einer Urkunde und einer Statue.

In der Bewerbung ist darzulegen, dass das Thema "Urbane Logistik" im Lehrplan des Bewerbers eine besondere Rolle spielt. Dabei ist auf folgende Leitfragen einzugehen:

  • Welche Studienangebote / Lehrveranstaltungen bieten Sie zum Thema "Urbane Logistik" an?
  • Wie wird das Thema "Urbane Logistik" an Ihrer Hochschule behandelt bzw. wie ist es in den Lehrplan integriert?
  • Inwiefern berücksichtigen Sie, dass die von Ihnen vermittelten Lehrinhalte zum Thema "Urbane Logistik" später im Berufsleben der Studierenden eingesetzt werden können?
  • Gibt es von Ihnen Entwicklungen / Innovationen / Konzepte aus dem Bereich / Gebiet "Urbane Logistik", die von Kommunen oder Unternehmen bereits angewandt werden?
  • Inwieweit beziehen Sie beim Thema "Urbane Logistik" Studieninhalte anderer Fachrichtungen ein; findet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit statt?

Die Bewerbung ist von der Hochschulleitung, der Dekanin / dem Dekan der Fakultät oder der Leiterin / dem Leiter des Fachbereichs zu unterzeichnen.

Die Bewerbungen müssen bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am 31.05.2018, 15:00 Uhr eingegangen sein beim:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur,
Referat G 22,
Kennwort Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik,
E-Mail: ref-g22@bmvi.bund.de

Der fristgerechte Eingang der Bewerbungsunterlagen wird bestätigt. Die Bewerbungsunterlagen sollten einen Umfang von 20 DIN-A4 Seiten nicht überschreiten und im PDF-Format (maximale Größe 3 MB) erstellt sein.