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Lkw auf Autobahn
Lkw auf Autobahn

Quelle: Fotolia / seen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt Bundesländer und Kommunen bei der Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Verkehrskonzepte für den städtischen Verkehr. Dies geschieht beispielsweise durch Förderprogramme und gezielte Forschung.

Die Elektromobilität ist eine Schlüsseltechnologie für den nachhaltigen Verkehr der Zukunft.
Elektrofahrzeuge tragen insbesondere im städtischen Kontext dazu bei, Emissionen und Lärm zu reduzieren. Das BMVI unterstützt mit der Förderrichtlinie zur batterieelektrischen Elektromobilität gezielt die kommunalen Akteure beim Aufbau der Elektromobilität vor Ort.

Alternative Kraftstoffe im Straßengüterverkehr leisten ebenfalls einen Beitrag zur Emissionsreduzierung in der städtischen Logistik. Eine bereits heute einsatzbereite Kraftstoffalternative ist verflüssigtes Erdgas, das LNG. LNG weist im Vergleich zu Diesel eine wesentlich bessere Schadstoffbilanz auf. In einem aktuellen Förderprojekt des BMVI werden 20 Sattelzugmaschinen im Großraum Berlin für den Zulieferverkehr an Supermärkte eingesetzt.

Der Einsatz von Fahrrädern bietet Potenziale für einen emissionsfreien und lärmarmen Wirtschaftsverkehr in Städten und Ballungsräumen. Um diese Potenziale einschätzen zu können, hat das BMVI eine Studie zum Einsatz von Lastenrädern erarbeiten lassen, die eine ausführliche Bestandsaufnahme zum Einsatz von Fahrrädern im Wirtschafts- und Lieferverkehr enthält sowie strukturiert Ergebnisse aus Marktsegmenten ableitet, in denen bereits eine gewerbliche Nutzung von Fahrrädern und Lastenrädern stattfindet. Einsatzmöglichkeiten bestehen besonders für städtische Gebiete mit Zufahrtsbeschränkungen oder hoher Verkehrsbelastung. Im Gutachten wird zudem eine Potenzialabschätzung für den Einsatz von Fahrrädern vorgenommen. Danach wäre es möglich von der im Gutachten ermittelten Grundgesamtheit von 3,9 Mrd. durchgeführten Fahrten in Kernstädten, verdichtetem Umland und ländlichen Kreisen insgesamt allein in Kernstädten bis zu 107 Mio. Fahrten bzw. 9,5 % oder bei einer zunehmenden Elektrifizierung bis zu 168 Mio. Fahrten bzw. 14,9 % einzusparen.

Das BMVI beabsichtigt darüber hinaus, ab 2017 eine weitere Studie zur Städtischen Logistik in den Städten vorzunehmen und dabei die Verteilung der Güter auf der letzten Meile untersuchen zu lassen, um die Länder und Kommunen in ihren Bemühungen um eine effiziente und bürgerfreundliche Logistik wirksam zu unterstützen.