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Ministerfoto beim ITF2012, Leipzig
Ministerfoto beim ITF, Leipzig

Quelle: BMVBS

Verkehrsexperten aus aller Welt trafen sich vom 2. bis 4. Mai 2012 zum Gipfeltreffen des Weltverkehrsforums in Leipzig. Deutschland übernahm zum fünften Mal die Rolle des Gastgebers der Veranstaltung, an der Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teilnahmen. Unter dem Thema "Nahtloser Verkehr – Verknüpfungen schaffen" diskutierten rund 1000 Teilnehmer über wichtige Zukunftsfragen der Verkehrspolitik. Der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft stand dabei im Mittelpunkt.

Zusätzlich zum Thema "Nahtloser Verkehr" legte Deutschland in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Sicherheit und Innovation im Verkehrsbereich. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kündigte zuvor an, in Leipzig eine Reihe von Initiativen vorzustellen, um die weltweite Sicherheit im Personen- und Güterverkehr zu verbessern. Konkret ging es um neue Sicherheitsstandards für Kreuzfahrtschiffe und Vorgaben für den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten zur Abwehr von Piratenangriffen. Weitere Themen waren das Krisenmanagement im Luftverkehr sowie aktuelle Entwicklungen im Automobilbereich.

In den Diskussionsrunden mit Verkehrsministern und Experten standen unter anderem die folgenden Themen auf der Agenda: Die Zukunft des Reisens im Zeitalter von Internet und Smartphone, innovative Logistikkonzepte sowie Fortschritte bei der Elektromobilität durch intelligente Stromnetze. Aus Deutschland kamen in allen diesen Bereichen wichtige Impulse, um Mobilität sicher und innovativ und damit auch nachhaltig zu gestalten.

Das Weltverkehrsforum hat seinen Sitz bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris und stand in diesem Jahr unter japanischer Präsidentschaft. Neu in der Runde der Gipfelteilnehmer waren Chile und China, die in Leipzig offiziell als neue Mitglieder begrüßt wurden. Mit ihnen stieg die Zahl der Mitglieder im Weltverkehrsforum auf 54 Staaten. Als Gäste kamen in diesem Jahr die Vertreter weiterer Länder wie Thailand, Oman und Indonesien nach Leipzig.

Als internationale Dialogplattform für den Verkehrsbereich bot das Weltverkehrsforum den Teilnehmern die Möglichkeit, Visionen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe, der Klimawandel und das anhaltende Verkehrswachstum erfordern stets innovative Lösungen – und das weltweit, da die Herausforderungen im Verkehrsbereich nicht an Ländergrenzen enden. Diesen Zusammenhang machte auch das aktuelle Gipfelthema deutlich.

"Nahtloser Verkehr: Verknüpfungen schaffen"

Nahtlosigkeit im Verkehr ermöglicht einen effizienten Einsatz von Ressourcen, verbessert die Leistungsfähigkeit von Verkehrssystemen und schafft die Voraussetzung, um Menschen und Märkte zu verbinden. Die Zukunftsvision der „Nahtlosigkeit“ beflügelt die Entwicklung neuer Dimensionen von Mobilität und Wirtschaftswachstum. Sie prägt zunehmend die Agenda von Politikern und Unternehmensführern. Im Rahmen des Weltverkehrsforums wurden die verschiedenen Aspekte der Konnektivität im Verkehr beleuchtet:

  • Wie lässt sich die Art und Weise, wie wir Personen und Güter bewegen, verbessern – global wie lokal?
  • Systeme verknüpfen: Spitzentechnologien und neue Praktiken umsetzen.
  • Menschen verknüpfen: Urbane und interurbane Mobilität verbessern.
  • Märkte verknüpfen: Nahtlose Logistik erleichtern.
  • Branchen verknüpfen: Verkehr mit Energie, Finanzsektor, Städteplanung und Tourismus verzahnen.
  • Ideen verknüpfen: Neue Denkansätze auf den Verkehr anwenden

Warum teilnehmen?

  • Entwickeln Sie neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft.
  • Identifizieren Sie neue Trends im Verkehrsbereich.
  • Erkunden Sie Möglichkeiten, Barrieren zu überwinden – zwischen Systemen, Netzwerken, Verkehrsträgern und Regionen.
  • Treffen Sie Entscheidungsträger, verstehen Sie deren Sichtweisen, nehmen Sie Einfluss.

Wie teilnehmen?

  • Teilnehmer benötigten eine offizielle Einladung. Anfragen konnten über die offizielle Forum-Website eingereicht werden.