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Daimler

Quelle: BMVI

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Der Bund wird für deutschlandweit 238.000 Daimler-Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen unverzüglich einen amtlichen Rückruf anordnen. Insgesamt sind in Europa 774.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei handelt es sich neben dem Vito insbesondere um die Volumen-Modelle GLC 220d und C 220d. Daimler erklärt darüber hinaus, dass mit maximalem Abarbeitungstempo und in kooperativer Transparenz mit den Behörden die vom Bund beanstandeten Applikationen in der Motorsteuerung beseitigt werden.

Statement zu Manipulationen bei Daimler von BM Scheuer

Wie geht es weiter? Wann kommt der Rückruf?

  • Die Anordnung des Rückrufs wird unverzüglich nach Vorliegen der notwendigen Informationen erfolgen. Diese muss Daimler liefern.
  • Für die betroffenen Fahrzeuge wird durch das KBA per Bescheid ein verpflichtender Rückruf angeordnet.
  • Dem Hersteller wird aufgegeben, die unzulässigen Abschalteinrichtungen aus den betroffenen Fahrzeugen zu entfernen.
  • Der Hersteller muss dafür zunächst dem KBA ein Maßnahmenpaket vorlegen.
  • Erst nach erfolgreicher Prüfung erfolgt die Freigabe.
  • Nach Freigabe des Maßnahmenpakets durch das KBA wird der Fahrzeughalter im Zeitraum von rund 18 Monaten mehrfach zur Teilnahme an der Rückrufaktion aufgefordert.
  • Dem Rückruf liegen straßenverkehrsrechtliche Aspekte zugrunde.
  • Die Umsetzung des Rückrufs ist Sache des Herstellers.

Sind Prüfungen zu Fahrzeugen des Daimler-Konzerns abgeschlossen? Werden weitere Modelle geprüft?

  • Das Kraftfahrt-Bundesamt führt fortlaufend Prüfungen im Rahmen der Marktüberwachung durch.

Wann und wie wird der Bescheid für alle europaweit 774.000 Fahrzeuge erteilt?

  • Der Bund wird für deutschlandweit 238.000 Daimler-Fahrzeuge wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen unverzüglich einen amtlichen Rückruf anordnen.
  • Für die weiteren Fahrzeuge in Europa gilt: Das KBA wird die Typgenehmigungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission über die Anordnung eines verpflichtenden Rückrufs für die betroffenen Modelle informieren.
  • Die Durchführung und Überwachung des Rückrufs in den einzelnen Mitgliedstaaten obliegt den dortigen Behörden.

Statement zu Manipulationen bei Daimler