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Schiff auf Fluss

Quelle: Fotolia / Otto Durst

Deutschland hat das Audit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) im November 2007 mit Erfolg durchlaufen.

Das Voluntary IMOMember State Audit, eine freiwillige Überprüfung der staatlichen Aufgabenerfüllung auf internationaler Ebene, schafft eine Grundlage zur Bewertung, in welchem Umfang ein Mitgliedstaat seinen Pflichten gerecht wird, die in den verbindlichen IMO-Instrumenten, denen er beigetreten ist, festgelegt sind.
Zusätzlich legt der mit Entschließung A.973(24) angenommene Code für die Anwendung verbindlicher IMO-Instrumente eine Reihe von Grundsätzen fest, die ein Mitgliedstaat zu befolgen hat, um eine Seeverkehrs­verwaltung zu gewährleisten, die in der Lage ist, die Durchführung ihrer Aufgaben mittels einer Reihe von Normen für die Entwicklung bewährter Verfahrensweisen zur Erhöhung der Sicherheit der Seefahrt und zur Verhütung der Umweltverschmutzung ständig zu verbessern.

Das Audit der deutschen Seeverkehrsverwaltung wurde vom 5. bis zum 12. November 2007 von vier Prüfern aus Zypern, Griechenland, Polen und Sri Lanka durchgeführt. Es umfasste die Wahrnehmung der Pflichten Deutschlands als Flaggen-, Hafen- und Küstenstaat im Hinblick auf die verbindlichen IMO-Instrumente, denen es beigetreten ist.
Die Prüfer besuchten hierbei die zuständigen Behörden auf Bundes- und Länderebene, Hafenbehörden und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS).
Das Audit beinhaltete Vorführungen, Interviews und die Prüfung von Dokumenten.

Aus den ihnen vorliegenden Informationen schlossen die Prüfer, dass Deutschland seinen aus den verbindlichen IMO-Instrumenten erwachsenden Pflichten gerecht wird. Es wurde überprüft, ob eine ausreichende Übereinstimmung mit dem Code für die Anwendung dieser Instrumente vorliegt.
Dieser Code listet die verbindlichen internationalen Übereinkommen auf sowie die staatlichen Verpflichtungen, die sich daraus ergeben.
Die Prüfer haben eine Reihe von Bereichen mit bewährten Verfahrensweisen ermittelt. Sie haben außerdem Bereiche aufgezeigt, in denen noch Verbesserungen möglich sind. Diese Bereiche sind jedoch im Verhältnis zu der Gesamt­effizienz der Verwaltung von untergeordneter Bedeutung.

Die Prüfer bestätigten den verschiedenen Bereichen der deutschen Verwaltung ein hoch entwickeltes Sicherheits- und Umweltbewusstsein. Sie verwiesen darauf, dass auf der Grundlage der statistischen Daten verschiedener Memoranda of Understanding (internationaler Vereinbarungen) zur Hafenstaatkontrolle und der US-Küstenwache (USCG) das deutsche Schiffsregister zu den Flaggen ersten Ranges zählt.
Die unterstützenden Dienste (z.B. Search and Rescue - SAR, Suche und Rettung-, Vessel Traffic Services - VTS, Schiffsverkehrsdienste -, Untersuchungsdienste, hydrographische, medizinische Dienste usw.) wurden für ihre hohen Qualitätsstandards gelobt.