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Bundesminister Alexander Dobrindt

Im Zusammenhang mit NOx-Messungen der Untersuchungskommission "Volkswagen" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurden auffällige CO2-Werte bei 29 Fahrzeugtypen festgestellt. Die Untersuchungskommission hat diese auffälligen Fahrzeugtypen einer eigenen CO2-Untersuchung zugeführt. Minister Dobrindt hat den Bericht am 27. Juni 2017 vorgestellt.

Zweiter Bericht der Untersuchungskommission "Volkswagen"
Untersuchungen zu CO2-Emissionen der Fahrzeuge aus der Felduntersuchung des Kraftfahrt-Bundesamtes.

PK zu CO2 mit BM Dobrindt

Die Fotos zur Pressekonferenz finden Sie hier.
Die Audiodatei zur Pressekonferenz finden Sie hier.

Bundesminister Dobrindt vereinbart mit Automobilherstellern mehr Transparenz bei Verbrauchsmessungen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat mit den deutschen Automobilherstellern die Gründung eines Deutschen Instituts für Verbrauchs- und Emissionsmessungen (DIVEM) vereinbart. Das Institut soll für mehr Transparenz und Zuverlässigkeit bei Verbrauchs- und Emissionsmessungen von Pkw sorgen. Es wird als Verein organisiert und noch im Jahr 2017 gegründet. Neben den fachlich zuständigen Bundesministerien werden auch NGOs, Verbraucherschutzverbände sowie Städte und Kommunen beteiligt.

Aufgabe des Instituts

  • Messung von Fahrzeugen auf Verbrauch und Schadstoffemissionen und transparente Veröffentlichung der Messergebnisse.
  • Das Institut wird zur realitätsnäheren Darstellung der Verbrauchs- und Emissionsangaben Messungen auf einer festgelegten Referenzstrecke im Realverkehr vornehmen.
  • Die ermittelten Werte werden transparent auf einer Online-Plattform veröffentlicht.

Hintergrund

Unterschiede zwischen den bei den bisher international verbindlich vorgegebenen Messungen auf dem Prüfstand ermittelten Verbrauchs- und Emissionsangaben und den tatsächlichen Ergebnissen im Realverkehr sorgen für Verunsicherung bei Verbrauchern und in der Öffentlichkeit.

Faktoren wie die Nutzung von Klimaanlagen, Radio und weiterer Nebenaggregate, Streckenprofil, die Fahrweise oder das Wetter beeinflussen den Kraftstoffverbrauch. Die Bandbreite dieser Faktoren kann nicht in einem repräsentativen Wert aus dem WLTP-Messverfahren berücksichtigt werden. Deswegen soll eine Angabe zu einer Verbrauchsspanne den Kunden mehr Transparenz über Kraftstoffverbräuche bieten.

Bundesminister Dobrindt hat dazu mit den Automobilherstellern ein Verfahren entwickelt, das für mehr Klarheit und Transparenz im Sinne der Verbraucher und der Öffentlichkeit sorgt. Ziel ist es, belastbare realitätsnahe Verbrauchs- und Emissionsangaben zu ermitteln und öffentlich zugänglich zu machen.