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Carsharing Schild
Carsharing Schild

Quelle: BMVI

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will Carsharing unter anderem dadurch unterstützen, dass Carsharingfahrzeuge von Parkgebühren befreit werden können. Ein neues Verkehrsschild soll Carsharing-Parkflächen kennzeichnen. Das neue Carsharinggesetz befindet sich in der Anhörung.

Die geplanten Neuerungen in der Übersicht:

  • Das Gesetz schafft die Grundlage, um im Wege einer anschließenden Verordnung den Straßenverkehrsbehörden vor Ort die Möglichkeit einzuräumen, separate Parkflächen für Carsharingfahrzeuge ausweisen zu können. Zudem können die Länder Carsharingfahrzeuge von Parkgebühren befreien.
  • Bevorrechtigt werden sollen sowohl stationsgebundene Carsharinganbieter wie z. B. Flinkster und Cambio, als auch nicht stationsgebundene Carsharingfahrzeuge beispielsweise der Anbieter Car2Go oder DriveNow.

Zudem wird für das stationsbasierte Carsharing im Rahmen eines wettbewerblichen Auswahlverfahrens die Möglichkeit eröffnet, Abhol- und Rückgabestelle an ausgewählten Standorten in den öffentlichen Verkehrsraum zu verlagern. Auf diese Weise soll eine Vernetzung mit dem öffentlichen Personennahverkehr, dem Rad- und Fußverkehr erfolgen.

Das Gesetz definiert zudem, was unter dem Begriff Carsharingfahrzeug zu verstehen ist und wie diese Fahrzeuge zu kennzeichnen sind.

Carsharing liegt im Trend

Zum Jahresbeginn 2016 waren insgesamt 1.260.000 Carsharingkunden registriert, die sich 16.100 Carsharingfahrzeugen teilen. Statistisch benutzen damit zirka 78 Fahrberechtigte gemeinsam ein Fahrzeug. In 537 deutschen Städten und Gemeinden gab es stationsbasierte Carsharinganbieter mit 430.000 Fahrberechtigten. In 12 Städten und Gemeinden gab es stationsunabhängige Carsharinganbieter mit reinen free-floating Angeboten sowie zusätzlich in vier Städten und in der Rhein-Main-Region mit free-floating Fahrzeugen in kombinierten Angeboten mit insgesamt 830.000 Fahrberechtigten.