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Fahrräder auf der Wiese

Quelle: Lupo / pixelio.de

Hinsichtlich der Radwegenutzung bestehen bei vielen Verkehrsteilnehmern Unsicherheiten.



  • Die Benutzungspflicht eines Radweges wird mit entsprechenden Verkehrszeichen (237, 240 oder 241 der StVO; weißes Fahrrad auf blauem Grund) angeordnet. In diesen Fällen ist der Radweg zu benutzen; das Fahren auf der Fahrbahn ist nicht zulässig.

    Foto: Verkehrszeichen 237 wird dargestellt
    Zeichen 237 (Radweg)

    Quelle: bast

    Foto: Verkehrszeichen 240 wird dargestellt
    Zeichen 240 (Gemeinsamer Geh-/Radweg)

    Quelle: bast

    Foto: Verkehrszeichen 241 wird dargestellt
    Zeichen 241 (Getrennter Rad-/Gehweg)

    Quelle: bast


  • Besteht eine solche Anordnung durch Verkehrszeichen nicht, ist es Radfahrern freigestellt, den Radweg oder die Fahrbahn zu benutzen.
  • Radfahrer haben auf gemeinsamen Geh- und Radwegen (angeordnet durch Zeichen 240) ihre Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anzupassen.

    Foto Verkehrszeichen 239 wird dargestellt
    Zeichen 239 (Gehweg)

    Quelle: bast

  • Ist auf einem mit Verkehrszeichen 239 beschilderten Gehweg durch Zusatz "Radfahrer frei" das Radfahren erlaubt, ist dies nur mit Schrittgeschwindigkeit zulässig. Fußgänger haben Vorrang vor dem Radverkehr.
  • Nur wenn ein nach StVO benutzungspflichtig angeordneter Radweg objektiv nicht nutzbar ist, z. B. durch geparkte Autos, Müllcontainer o.a., ist ein Ausweichen auf die Fahrbahn zulässig. Das Ausweichen von Radfahrern auf Gehwege (Bürgersteige) ist grundsätzlich nicht zulässig.
  • Ausnahmen: Radfahrende Kinder bis acht Jahren dürfen auf dem Gehweg von einer Aufsichtsperson auf dem Rad begleitet werden. Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen den Gehweg nutzen.
  • Auf der Fahrbahn mit unterbrochenen Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr sind keine Radwege. Sie sind ein Rückzugsraum für den Radverkehr. Radfahrer haben den Schutzstreifen wegen des Rechtsfahrgebotes zu benutzen. Sie dürfen auf den angrenzenden Fahrstreifen ausweichen, wenn der Schutzstreifen z. B. durch ein parkendes Fahrzeug versperrt ist.
  • Radfahrstreifen, die durch Verkehrszeichen 237 auf der Fahrbahn mit durchgezogenem Breitstrich angeordnet werden, sind ebenfalls benutzungspflichtig. Sie dienen als Ersatz für benutzungspflichtige, baulich gesondert angeordnete Radwege.
  • Das Befahren von Radwegen in entgegengesetzter Richtung verursacht ein hohes Unfallrisiko und Gefahrenpotential. Linksseitige Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen "Radverkehr frei" erlaubt ist. Das entsprechende Zeichen muss in Fahrtrichtung sichtbar sein.