Navigation und Service

Wortbildmarke: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Link zur Startseite

Bauen und Wohnen

Verkehr und Mobilität

Mobilität ist zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen Leben.

Verkehr und Mobilität

Verkehr und Mobilität

Mobilität ist zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Teilhabe des Einzelnen am gesellschaftlichen Leben.


Sicherheit im Straßenverkehr

Cover der letzten Käptn Blaubär Verkehrsfibel (Grundschule) Cover der letzten Verkehrsfibel (Grundschule) (Quelle: ZEITGEIST MEDIA GmbH)

Die Bundesregierung betreibt seit vielen Jahren gemeinsam mit zahlreichen, in der Verkehrssicherheitsarbeit tätigen Gruppen und Institutionen eine intensive und erfolgreiche Straßenverkehrssicherheitsarbeit. Waren 1970 in Gesamtdeutschland noch über 21.300 Straßenverkehrstote zu beklagen, so starben im Jahr 2015 insgesamt 3.459 Menschen im Straßenverkehr. Dies stellt eine Reduktion um mehr als 80 Prozent dar. Dabei sollte beachtet werden, dass sich im gleichen Zeitraum Fahrzeugbestand und Fahrleistung verdreifacht haben. Auch im internationalen Vergleich nimmt Deutschland im Bereich der Straßenverkehrssicherheit einen vorderen Platz ein. Gemessen an der Anzahl der Bevölkerung liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich im Bereich der Straßenverkehrstoten auf dem 8. Platz.

Nach der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten im Jahr 2015 gegenüber 2014 um 2,4 % auf 3.459 getötete Personen angestiegen. Die Verteilung der Unfälle und der Unfallfolgen nach Ortslagen verdeutlicht insbesondere die Gefährdung auf Landstraßen durch die dort gefahrenen höheren Geschwindigkeiten. Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereignen sich zwar innerhalb von Ortschaften (68,6 %), hier wurden 30,3 % der Getöteten registriert. Auf den Außerortsstraßen (ohne Autobahnen) passierten 24,8 % der Personenschadensunfälle, aber 57,7 % der Verkehrsopfer kamen hier ums Leben. Auf den Autobahnen wurden 6,6 % aller Unfälle mit Personenschaden und 12,0 % aller Getöteten gezählt. Die Schwerpunkte der Verkehrssicherheitsarbeit werden deshalb auf Landstraßen und im Innerortsbereich gesetzt.

Die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr gehört weiterhin zu den Prioritäten der Verkehrspolitik der Bundesregierung.

Das Verkehrssicherheitsprogramm (VSP) 2011

Im Jahr 2011 wurde das neue Verkehrssicherheitsprogramm 2011 vorgestellt. Ziel ist, die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 % zu senken. Das vorherige Programm lag bereits mehr als 10 Jahre zurück. Das Programm ist in drei Aktionsfelder eingeteilt:

  • Mensch,
  • Infrastruktur und
  • Fahrzeugtechnik.

In allen Aktionsfeldern werden Maßnahmen definiert. Im Unfallverhütungsbericht Straßenverkehr, der dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahren vorgelegt wird, ist der Stand der Umsetzung beschrieben.

Im Programm geht es auch darum, den sich ständig verändernden Rahmenbedingungen im Straßenverkehr Rechnung zu tragen. Eine dieser Herausforderungen ist der demografische Wandel. Ein zentrales gesellschaftliches Anliegen ist es daher, sowohl die Mobilität bis ins Alter zu erhalten als auch die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern.

Trotz moderner Technik und ihrem wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit ist allzu oft individuelles Fehlverhalten eine wesentliche Ursache für Unfälle. Der Verkehrsteilnehmer steht deshalb konsequenterweise im Mittelpunkt der weiteren Bestrebungen, die Straßenverkehrssicherheit zu verbessern. Ein Schwerpunkt des Programms ist dabei der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, zu denen Kinder, aber auch Senioren gehören.

Halbzeitbilanz zum Verkehrssicherheitsprogramm 2011

Mit der aktuellen Entwicklung befindet sich Deutschland trotzdem immer noch auf dem im „Verkehrssicherheitsprogramm 2011“ eingeschlagenen Pfad der angestrebten Reduktion der Verkehrstoten um 40 % bis zum Jahr 2020 (von 2011 bis 2015 insgesamt 14 % weniger; zum Zielwert 2020 fehlen also noch minus 26 %). Aber angesichts der Entwicklung in den letzten beiden Jahren bedarf es immer größerer Anstrengungen aller Akteure. Die Bundesregierung wird bei ihrer intensiven Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr nicht nachlassen. Die Halbzeitbilanz zum Verkehrssicherheitsprogramm, die Herr Minister Dobrindt im Oktober 2015 veröffentlicht hat, identifiziert die Maßnahmen für die nächsten 5 Jahre mit den höchsten Reduktionspotenzialen in den 3 Aktionsfeldern „Mensch“, „Infrastruktur“ und „Fahrzeugtechnik“.  

Der technische Fortschritt in der Entwicklung moderner Fahrerassistenzsysteme beispielsweise wird künftig weitere Möglichkeiten eröffnen, um die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten zu senken. Die Bundesregierung setzt sich derzeit in den internationalen Gremien mit Nachdruck dafür ein, die rechtlichen Grundlagen für neue Systeme und Technologien zu schaffen. Mit der Weiterentwicklung von Rechtsvorschriften und Regelwerken, der stärkeren Berücksichtigung von Verkehrssicherheitsbelangen in der Infrastrukturplanung, der Beseitigung von Engpässen und der Verbesserung bestehender Straßen setzt sich die Bundesregierung für die Verbesserung der Infrastruktursicherheit ein. Zusammen mit der Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik schaffen wir so die Grundlagen für einen noch sicheren Straßenverkehr.  

Trotz moderner Fahrzeugtechnik, infrastruktureller Maßnahmen und ordnungsrechtlicher Vorgaben wird bei Unfällen oft festgestellt, dass individuelles Fehlverhalten eine wesentliche Unfallursache darstellt. Hier setzt Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung.

Regeln für die Verkehrsteilnahme

"Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird" (§1, Abs. 2, StVO). Dieser Paragraph steht nicht zufällig zu Beginn der Straßenverkehrs-Ordnung.
Er hat viel mit Verantwortung zu tun, mit Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz. Er ist die Kernaussage im Hinblick auf die Sicherheit im Straßenverkehr.

Dies erfordert ein hohes Verantwortungsgefühl, ganz besonders gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Kindern und älteren Menschen.

Das Bundesministerium für BMVI fördert eine Vielzahl von Projekten im Bereich Aufklärungs- und Erziehungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen und Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Aufklärung und Information

Wichtige Partner für Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen des Bundes im Bereich der Straßenverkehrssicherheit sind der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW).

Mit Zielgruppenprogrammen wie z. B. "Aktion Schulterblick", "sicher mobil", "Aktion Junge Fahrer" oder "FahrRad … aber sicher" gehen DVR und DVW im Auftrag und mit finanzieller Förderung des BMVI aktiv auf die Menschen zu, um sie in Veranstaltungen und Aktionen für Fragen der Straßenverkehrssicherheit zu sensibilisieren. Um eine zielgenaue Ansprache zu gewährleisten, werden die Programme laufend aktualisiert und neuen Entwicklungen angepasst.

Um frühzeitig auf die Belange der Verkehrssicherheit aufmerksam zu machen, werden mit Programmen wie "Kind und Verkehr" und "Kinder im Straßenverkehr" sowohl Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen wie auch Eltern von Kindern im Vorschulalter bei ihren verkehrserzieherischen Bemühungen unterstützt.  Kinder werden aber auch direkt angesprochen: mit der Käpt´n Blaubär-Verkehrsfibel, die jedes Jahr an alle Kindergärten und Grundschulen in Deutschland versandt wird,  zeigen die bekannten Kultfiguren Käpt’n Blaubär, Hein Blöd und die drei Bärchen in lustigen Geschichten, wo die Gefahren im Straßenverkehr sind und was Kinder tun müssen, um sich richtig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen. So werden Kinder auf spielerische und humoristische Weise auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht.

Verkehrssicherheit – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Bei allem, was die Bundesregierung im Bereich der Straßenverkehrssicherheit leisten kann, gilt aber festzuhalten: Verkehrssicherheit ist nicht allein Aufgabe der Politik, sie ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. Das 2011 veröffentlichte Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes ist deshalb nicht nur ein Fahrplan für die Verkehrssicherheitsarbeit der kommenden Jahre. Es ist auch ein Aufruf an alle an der Verkehrssicherheitsarbeit beteiligten Verbände, Firmen, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, ihr Engagement für die Verkehrssicherheit fortzusetzen. Nur gemeinsam können wir mehr Sicherheit im Straßenverkehr erreichen.

Externe Links


© 2016 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Impressum | Datenschutz | Übersicht | Benutzerhinweise