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Schiff unter Gewitterwolken

Quelle: Fotolia / spe

Die Seeschifffahrt ist in besonderem Maße vom Wetter abhängig. Stürme und hoher Seegang gefährden nicht nur Menschen, Schiff und Ladung, sondern haben auch großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit aller Transporte und sonstigen Aktivitäten auf See. Als Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMVI trägt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Wind- und Seegangsvorhersagen seiner Hamburger Regional- und Seewetter-zentrale maßgeblich zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Seeverkehrs bei.

Seewetterberichte und –warnungen rund um die Uhr

Der Wetterfunksender des DWD in Pinneberg strahlt über Kurz- und Langwelle rund um die Uhr Seewetterberichte und -warnungen für die Deutschen Küsten, Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer aus. Mit seiner Teilnahme am NAVTEX-System erfüllt der DWD außerdem die internationalen Verpflichtungen Deutschlands aus dem SOLAS-Vertrag (Safety of Life at Sea, IMO 1974). Die über zwei Mittelwellensender zu international vereinbarten Zeiten ausgestrahlten NAVTEX-Meldungen enthalten neben Sturmwarnungen für die Deutsche Bucht, die Westliche und Südliche Ostsee auch die Nautischen Warnnachrichten des Seewarndienstes in Emden.

Beratungen und Gutachten

Individuelle maritim-meteorologische Unterstützung bietet das Referat "Seeschifffahrtsberatung" in Hamburg an: Zu dessen Leistungen gehört neben Routenempfehlungen für die weltweite Schifffahrt zunehmend die Beratung der Bauaktivitäten und Transporte der Offshore-Industrie. Auch der Sport- und Freizeitkapitän kann hier Rat einholen oder sich über das DWD-Online-System "SEEWIS" informieren. Mit seinen Seeunfallgutachten liefert der DWD die meteorologischen Beiträge zur Arbeit der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung.