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Statistik

Quelle: Fotolia / ra2 studio

Im Netz der Bundesfernstraßen befinden sich aktuell etwa 39.500 Brücken, die je nach Bauart und Brückenquerschnitt in Teilbauwerke [1] untergliedert werden, so dass insgesamt etwa 51.360 Brücken-Teilbauwerke mit einer Gesamtfläche von über 30 Millionen zu betreuen sind. Die Gesamtlänge beträgt über 2.100 km, was etwa der Strecke von Flensburg bis Neapel entspricht.

Die meisten Brücken wurden im Zeitraum von 1965 bis 1985 gebaut, insbesondere fast alle großen Talbrücken in den alten Bundesländern.

Der Materialauswahl kommt eine besondere Bedeutung zu, weil eine baustoffgerechte Planung wiederum großen Einfluss auf das Bauverfahren und den Bauablauf hat. Als Hauptmaterialien kommen in Deutschland im Wesentlichen Beton, Stahl oder Kombinationen daraus als Stahlverbundbrücken zum Einsatz. Stahl und Stahlverbund werden bei Brücken mit großen Stützweiten verwendet. Der überwiegende Anteil der Brücken besteht aus Stahl- und Spannbeton. Gemessen an der Brückenfläche haben Spannbetonbrücken im Bereich der Bundesfernstraßen mit rd. 70 % den weitaus größten Anteil am Bestand, gefolgt von Brücken aus Stahlbeton mit einem Anteil von rd. 17 %, Stahlverbundbrücken mit einem Anteil von rd. 7 % sowie Stahlbrücken mit einem Anteil von rd. 6 %. Stein- und Holzbrücken spielen im Netz der Bundesfernstraßen eine untergeordnete Rolle.

Die längste Straßenbrücke in Bundesfernstraßen ist die Hochstraße Elbmarsch im Hamburg (K 20 und K 30) mit einer Länge von 4258, die höchste Straßenbrücke ist die Kochertalbrücke im Zuge der A 6 mit einer Höhe von 185 m. Die größte Stützweite überwindet mit 500 m die Rheinbrücke Emmerich im Zuge der B 220.

Die Aufteilung der Brückenflächen nach Bauarten zeigt die folgende Grafik.

Brücken an Bundesfernstraßen
[1] Bei Brücken mit getrennten Überbauten je Fahrbahn oder unterschiedlichen Bauarten wird jede Überbaukonstruktion für sich als Teilbauwerk bezeichnet.