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Deutscher Brückenbaupreis

Quelle: Bundesingenieurkammer Berlin

Brücken schaffen Verbindungen zwischen Menschen, zwischen Märkten und im weiteren Sinne auch zwischen Kulturen. Mit einer angestrebten Nutzungsdauer von 100 Jahren zählen sie zu den langlebigen Anlagegütern einer Straße. Brücken bestechen nicht allein durch ihre Größe und lange Nutzungsdauern, sondern werden durch ihre Gestaltung und Einpassung in den öffentlichen Raum als Teil der Baukultur wahrgenommen. Sie sind gelebter Ausdruck von Kreativität, Ideenreichtum und Innovation, aber auch von Erfahrung und dem Fachwissen planender Ingenieure und zählen daher zu den Ingenieurbauwerken. 

Der Öffentlichkeit sind die Leistungen der an einem Brückenbauwerk beteiligten Ingenieure nicht immer bewusst oder werden als selbstverständlich hingenommen. Hier setzt der "Deutsche Brückenbaupreis" an, um die Ingenieurleistungen, die hinter alltäglichen und doch herausragenden Brückenbauwerken stehen, öffentlichkeitswirksam zu würdigen und wertzuschätzen. 

Die Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Verband Beratender Ingenieure (VBI) loben gemeinsam seit 2006 unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums in einem zweijährigen Rhythmus den "Deutschen Brückenbaupreis" aus. Das Konzept geht zurück auf die vom Ministerium geförderte Initiative Architektur und Baukultur mit dem Hintergrund, herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, des Ingenieurwesens, des Städtebaues und der Freiraumplanung durch Preise und sachbezogene Wettbewerbe zu stärken. 

Der Preis wird in den beiden Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fuß- und Radwegbrücken" vergeben. Dabei werden für jede Kategorie drei Bauwerke für den Preis nominiert und jeweils eines aus den nominierten Bauwerken pro Kategorie ausgezeichnet. 

Die Preisverleihung findet traditionell am Vorabend des in der Fachwelt sehr bedeutenden Dresdner Brückenbausymposiums in der TU Dresden statt. Mit weit über 1.000 Teilnehmern ist es eines der größten Foren seiner Art.