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Entwicklung der Autobahnen
Autobahn

Quelle: Fotolia / Juan Fuertes

Das Netz der Bundesfernstraßen umfasst heute rund 12.993 km Bundesautobahnen und rund 38.303 km Bundesstraßen und bildet damit eines der dichtesten Fernstraßennetze Europas. Obwohl die Fernstraßen nur einen Anteil von rund 22 % (bei den Bundesautobahnen sogar nur 6 %) am Gesamtnetz haben, werden knapp 50 % (bzw. auf BAB über 32 %) der Fahrleistungen auf diesen Straßen abgewickelt.

Die Entwicklung der Bundesfernstraßen nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist beeindruckend: Das Autobahnnetz konnte um 2.478 km auf 12.993 km erweitert werden; der Bestand an Autobahnen mit sechs- oder mehr Fahrstreifen wuchs um 2.463 km auf 3.383 km. 40 % dieser Bauleistungen wurde in den neuen Bundesländern - hauptsächlich im Komplex der „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“ - realisiert. Darüber hinaus wurden rund 3.618 km Bundesstraßen aus- oder neugebaut. Darin enthalten sind 650 neue, für die Bürger so wichtige Ortsumgehungen. Insgesamt konnten in diesem Zeitraum für Bedarfsplanmaßnahmen 60,7 Mrd. € investiert werden.

Neben dem Neubau und der Erweiterung ist die Erhaltung des bestehenden Bundesfernstraßennetzes von herausragender Bedeutung. Dieses Langzeitziel erfordert eine Erhaltungspolitik, die auf einen hohen Gebrauchs- und Sicherheitswert der Verkehrsinfrastruktur ohne Substanzverzehr zu Lasten künftiger Generationen ausgerichtet ist. Angesichts der Zunahme des Verkehrs, insbesondere des Lkw-Verkehrs, und dem zunehmenden Alter der Straßeninfrastruktur wird der Finanzbedarf für die Erhaltung der Bundesfernstraßen in Zukunft weiter ansteigen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, steigen auf Basis der aktuellen Finanzplanung die eingeplanten Erhaltungsausgaben von rund 3,3 Mrd. im Jahr 2016 auf  rund 4,2 Mrd. im Jahr 2020.