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Handschlag

Quelle: Fotolia / kantver

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Straßenbauverwaltungen der Länder in seinem Auftrag (Bundesauftragsverwaltung nach Artikel 90 Absatz 2, 85 Grundgesetz) wenden seit über 60 Jahren die sogenannte "konventionelle Umsetzung" von Infrastrukturmaßnahmen an. Seit rund zehn Jahren gibt es in Deutschland zudem die alternative Beschaffungsform "ÖPP". Die Abkürzung "ÖPP" steht für "Öffentlich-Private Partnerschaften" (englisch: Public-Private Partnership). Unter dem Sammelbegriff "ÖPP" werden sehr unterschiedliche Ausprägungen der langfristigen, vertraglich geregelten Zusammenarbeit zwischen öffentlichem Auftraggeber und privatem Auftragnehmer verstanden. Wie bei der sog. konventionellen Beschaffung, d. h. der herkömmlichen Beschaffung, ist Grundlage für die ÖPP-Zusammenarbeit von öffentlichem Auftraggeber (Staat) und privatem Auftragnehmer (Unternehmen) ein Vertrag. Das zweite "P" von ÖPP steht für einen kooperativen, kommunikativen Stil der Vertragsparteien.

Nahm in Deutschland zunächst der Hochbau mit Schulen, Krankenhäusern etc. bei ÖPP eine gewisse Vorreiterrolle ein, findet ÖPP heute nicht nur dort und im Tiefbau Anwendung, sondern auch in anderen Sektoren, wie zum Beispiel der IT. ÖPP-Beschaffung gibt es nicht nur national, sondern wird auch im europäischen und außereuropäischen Ausland genutzt.