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Mobile Kommunikation auf See

Quelle: Fotolia / lunamarina

Bereits vor 100 Jahren - mit dem Untergang der Titanic - wurde schnell deutlich, dass Funk ein unverzichtbarer Bestandteil für die Sicherheit auf dem Wasser ist. Nachdem über viele Jahrzehnte die Morse-Telegrafie dominierte, gibt es heute eine weltweite Infrastruktur, die neben dem klassischen Sprechfunk auf moderne digitale Techniken im UKW-, Grenz- und Kurzwellenbereich sowie auf Satelliten zurückgreift. Alle mit Seefunk ausgerüsteten Schiffe, sei es ein Containerschiff oder eine Segelyacht, nutzen dieses weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem (Global Maritime Distress and Safety System, GMDSS). Im GMDSS können Schiffe nicht nur untereinander kommunizieren, sondern auch funkärztliche Beratung einholen und in einem Notfall zuverlässig andere Schiffe und die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) in Bremen alarmieren. Auch Wetterwarnungen und nautische Warnnachrichten werden im GMDSS verbreitet. Die Funkverfahren, die zu verwendenden Funkfrequenzen, die Eigenschaften der Funkgeräte und die Ausrüstungspflicht mit Funk sind Gegenstand völkerrechtlicher Verträge und darauf aufbauender Regelungen und Normen, die Funktechnik, aber auch nautische Anforderungen sowie Aspekte des internationalen Rechts gleichermaßen berücksichtigen. Neben der IMO ist als weitere UN-Organisation die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) mit Seefunk befasst. Auf der Agenda der nächsten Weltfunkkonferenz 2019 (WRC-19) stehen wieder Seefunkthemen, die das BMVI national und in europäischem Rahmen gemeinsam mit dem BSH und der Bundesnetzagentur vorbereitet.