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Kreuzfahrtschiff

Quelle: Fotolia / Edler von Rabenstein

Aufgrund der letztjährigen Havarien mit Personenschaden, wie z. B. der "Costa Concordia", wird von der UN Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organization – IMO) eine Erhöhung des Sicherheitsniveaus von Fahrgastschiffen angestrebt. Der Schwerpunkt der regulatorischen Entwicklung liegt derzeit bei der Revision des erforderlichen Unterteilungsindex R, mit dem die Überlebensfähigkeit von Schiffen bei Kollision und Grundberührung / Strandung besser als bisher sichergestellt werden soll. Diese Vorschriften sind von besonderer Bedeutung für die weltweite Sicherheit von Passagieren an Bord von großen und kleinen Fahrgastschiffen. Darüber hinaus lehnen sich die Sicherheitsvorschriften für Spezialschiffe (dazu zählen u. a. Offshore- und Forschungsschiffe sowie Megayachten) an diese Regeln an.

Da die auf diesen Feldern stark vertretene deutsche Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie von Regeländerungen betroffen ist, und um einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung von praxisgerechten, internationalen Sicherheitsstandards zu leisten, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine umfangreiche Untersuchung der unterschiedlichen Transportaufgaben, Schiffstypen und Designkonzepte beauftragt. Die Studie erbrachte grundlegende Erkenntnisse, die für die nun durchzuführende zielorientierte IMO-Debatte von größter Bedeutung sind: eine Erhöhung der Leckstabilität ist auch für kleinere Fahrgastschiffe technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar, wenn bestimmte Randbedingungen erfüllt werden.