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 Frachtschiff
Frachtschiff

Quelle: Fotolia / Ralf Gosch

Die Kommission der Europäischen Union (EU) empfiehlt bereits seit vielen Jahren die Einrichtung von so genannten "Motorways of the Sea" ("Meeresautobahnen") und hat sie dem entsprechend kontinuierlich in die Europäische Verkehrspolitik integriert. Mit Meeresautobahnen sind transnationale Seeverkehrsverbindungen gemeint, die als Teil intermodaler Transportketten eine hohe Frequenz haben und große Transportaufkommen abwickeln - wie herkömmliche Autobahnen.

Vor allem für große Distanzen soll auf der Grundlage des Kurzstreckenseeverkehrs und unter Einbeziehung von Schiene und Binnenschifffahrt in die logistische Transportkette eine leistungsfähige Kombination von Infrastruktur und Dienstleistung entstehen, die durch Qualität, Effizienz und Regelmäßigkeit im Hinblick auf Beförderungskosten und -dauer eine konkurrenzfähige Alternative zum Straßenverkehr darstellt.

Diese Empfehlung erfolgte vor dem Hintergrund, dass der Güterverkehr auf Europas Straßen in den nächsten Jahren drastisch zunehmen wird. Allein der Straßengüterfernverkehr wird laut Verflechtungsprognose des deutschlandweiten Verkehrs bis 2025 um mindestens 55% gegenüber dem Jahr 2004 zunehmen. Große Abschnitte des transeuropäischen Straßennetzes sind bereits überlastet, sodass Maßnahmen erforderlich werden, die den drohenden Kollaps des Straßengüterverkehrssystems abzuwenden vermögen. Für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verlader und Spediteure ist ein kosteneffizientes und zuverlässiges Verkehrssystem von besonderer Bedeutung.