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Güter sollen verstärkt auf dem Wasserweg transportiert werden
Güter sollen verstärkt auf dem Wasserweg transportiert werden

Quelle: BMVI

Alle Prognosen sagen zur zukünftigen Entwicklung des Anstiegs beim Gütertransport in den nächsten 10 bis 20 Jahren das gleiche aus: Die Straße wird die Steigerungen im Rahmen des Straßengüterverkehrs nicht bewältigen können. Deshalb sind verkehrspolitische Alternativen vorzubereiten.

Dies ist Aufgabe der Verkehrspolitik. Die Umsetzung und Entwicklung alternativer Konzepte obliegt innerhalb der Bundesregierung dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Aber gleichzeitig gefordert sind die Länder und insbesondere auch die Wirtschaft mit Dienstleistern, Verladern, Spediteuren und der gesamten Logistikbranche.

Das BMVI ist auf diesem Feld national und international mit Schwerpunkt in der Europäischen Union (EU) seit Jahren aktiv. Neben der Schiene bietet vor allem der Wasserweg, und zwar sowohl über die See als auch auf den Binnenwasserstraßen mit dem Verkehrsträger Schiff eine ideale Alternative. Im Verhältnis zu den übrigen Transportarten ist es als ausgesprochen energiesparendes Verkehrsmittel anzusehen.

Die Güter kommen nicht von alleine von der Straße auf das Wasser. Verlader und Spediteure müssen mit der "nassen Transportkette" als Alternative erst vertraut gemacht werden. Vor allem müssen die noch bestehenden Hemmnisse ausgeräumt werden, die einer Wahl des Wasserwegs gegenüber der Straße noch entgegenstehen. An diesem Prozess wird von Bund, Küstenländern und Küstenwirtschaft gemeinsam gearbeitet.

Eine der auch in den meisten anderen EU-Mitgliedstaaten ergriffenen Maßnahmen ist die Gründung einer Kontakt- und Beratungsstelle, die mit den betroffenen Unternehmen der Wirtschaft Schritt für Schritt alle Informationsdefizite abbaut, die den Umstieg von der Straße auf das Wasser noch versperren. Die deutsche Kontaktstelle trägt die Bezeichnung "Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center" (SPC). Hier werden interessierte Unternehmen der Transportbranche kostenlos und neutral bezüglich Verlagerungsmöglichkeiten von Gütertransporten, die möglichst auf dem Wasserweg erfolgen sollen, beraten.

Das BMVI hat 2001 zusammen mit sechs Bundesländern, Verbänden und Unternehmen der maritimen Wirtschaft das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center Deutschland (SPC Deutschland) gegründet. Es hat am 2. Juli 2001 in Bonn im BMVI seine Arbeit aufgenommen.