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Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland wächst der Luftverkehr – Fluggastzahlen und Luftfrachtvolumen nehmen stetig zu und tragen erheblich zum Wirtschaftswachstum und der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland bei. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) sorgt dabei für die Sicherheit eines Fluges lange bevor dieser beginnt: Durch eine Vielzahl von Genehmigungs- und Aufsichtsfunktionen gewährleistet das LBA den hohen Sicherheitsstandard der Luftfahrt in Deutschland.

Das Luftfahrt-Bundesamt ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Dienstsitz in Braunschweig und Außenstellen an den großen Flughafenstandorten Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München. Zu den Hauptaufgaben des LBA zählen die technische Prüfung von Luftfahrzeugen, die Prüfung und Überwachung von Betrieben für die Herstellung und Instandhaltung von Luftfahrzeugen, die Genehmigung von Flugschulen und Luftfahrtunternehmen sowie die Lizenzierung von Piloten und technischem Personal.

Der hohe personelle, technische und flugbetriebliche Sicherheitsstandard wird dabei durch das fachliche Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Luftfahrt-Bundesamtes gewährleistet. Auch in Zukunft werden kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, die in verantwortlicher Tätigkeit für die Sicherheit im Luftverkehr sorgen. Um die entsprechende Qualifizierung zu erwerben, wird das technische Referendariat in der Fachrichtung „Luftfahrttechnik“ angeboten.

Schwerpunkt der Ausbildung in der Fachrichtung Luftfahrttechnik ist die Erlangung von Wissen über die umfangreichen Zulassungs- und Genehmigungsverfahren im Luftfahrtbereich sowie die Aufsichtsfunktionen, die vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) wahrgenommen werden. Um ein Verständnis für das Gesamtsystem des Luftverkehrs zu erwerben, erhalten die technischen Referendarinnen und Referendare Einblick in die Aufgaben aller Fachbereiche und Außenstellen des LBA sowie weiterer Einrichtungen. Dies sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Landesluftfahrtbehörden, die Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sowie das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Darüber hinaus werden auch Kenntnisse über die Arbeit verschiedener anderer an der Luftfahrt beteiligter Unternehmen erworben. Dazu gehören beispielsweise die Deutsche Flugsicherung GmbH sowie Entwicklungs-, Herstellungs- und Wartungsbetriebe. Wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist die Vermittlung der jeweils aktuellen nationalen und europäischen Rechtsgrundlagen sowie die Teilnahme an Verwaltungs-, Fach- und Sprachlehrgängen. Auch der Erwerb der Privatpilotenlizenz (PPL-A) gehört zum technischen Referendariat in der Fachrichtung Luftfahrttechnik.

Das erfolgreich absolvierte technische Referendariat qualifiziert die technischen Assessorinnen und Assessoren für die Übernahme von herausfordernden Aufgaben in einem dynamischen, internationalen Umfeld mit vielfältigen Kontakten zu Industrie und anderen Behörden sowie entsprechender Reisetätigkeit auch ins Ausland. Neben einer Tätigkeit im Luftfahrt-Bundesamt bestehen berufliche Einsatzmöglichkeiten beispielsweise bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sowie dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung aber auch bei europäischen und internationalen Organisationen wie EASA und ICAO oder in Unternehmen der privaten Wirtschaft.