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Sicherstellung einer modernen Baumanagementverwaltung

Vor dem Hintergrund einer Beschleunigung und Wandlung des wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Umfeldes sowie der stetig steigenden Abhängigkeit von internationalen Entwicklungen stellen sich kontinuierlich verändernde Anforderungen auch an die Verwaltung. Die Zunahme und Verdichtung der zu bewältigenden Aufgaben erhöhen die Komplexität staatlichen Verwaltungshandelns und stellen hohe Anforderungen an die verantwortlichen Mitarbeiter.

Daher sind die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung einem ständigen Entwicklungsprozess unterworfen. Die zunehmende Bedeutung des Nachhaltigkeitsaspekts im Bauwesen, in Verbindung mit den umweltpolitischen Zielen des Bundes, sowie die Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns haben die Schwerpunkte der öffentlichen Verwaltungsarbeit zum Teil erheblich verändert und verlagert. Dabei werden sich die Anforderungen an zukünftige Führungspersönlichkeiten in zunehmendem Maße nur mit Hilfe von vernetztem, technischem, wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Sachverstand erfüllen lassen. Dafür werden kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter benötigt. Um die entsprechende Qualifizierung zu erwerben, wird das technische Referendariat in der Fachrichtung „Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung“ angeboten.

Ingenieurinnen und Ingenieure aus den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik sind bei einer Beschäftigung in der öffentlichen Verwaltung mit einer Vielzahl fachspezifischer Aufgaben befasst, z.B. bei der Bauverwaltung, Versorgungsunternehmen oder technischen Überwachungsinstitutionen. Sie erledigen in erheblichem Umfang auch fachübergreifende Aufgaben mit Verantwortung für das Gemeinwohl, beispielsweise in den Bereichen Organisation, Personal, Haushalt und Finanzen. Kenntnisse zeitgemäßer Führungstechniken und Teamfähigkeit sind Voraussetzung künftiger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Architekten, Fachplanern, Nutzern, Betreibern und den politischen Gremien.

Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordert umfassende Kenntnisse von Rechts- und Verwaltungsvorschriften. Insbesondere das Bau-, Vergabe- und Vertragsrecht, die technische Leitung, Steuerung und Koordination von Baumaßnahmen sowie die Grundsätze sparsamer und wirtschaftlicher Verwendung öffentlicher Mittel müssen hierfür beherrscht werden.

Das erfolgreich absolvierte technische Referendariat qualifiziert die technischen Assessorinnen und -assessoren für die Übernahme von Aufgaben in unterschiedlichen Instanzen der staatlichen oder kommunalen Bauverwaltung. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören unter anderem die Übernahme der Bauherrenfunktion für die Planung sowie die Durchführung und Betreuung von Bauten der öffentlichen Hand. Energie- und technisches Gebäudemanagement gehören ebenso zu den Aufgaben, wie Facility Management und Gebäudebetrieb sowie Liegenschaftsmanagement. Weitere Aufgabenbereiche sind die Leitung von Fachabteilungen in der Hochbauverwaltung, Grundsatzüberlegungen zu technischen Aspekten der baulichen Realisierung neuen Bedarfs, die Lösung baulicher und technischer Problemstellungen unter Beachtung der Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Ressourcen schonendes Bauen oder auch die bauliche Sanierung und Modernisierung der technischen Anlagen des Gebäudebestands. Darüber hinaus qualifiziert die Ausbildung auch zum Einsatz in überstaatlichen Organisationen wie der EU oder der UNO.

Eine Übersicht über berufliche Einsatzmöglichkeiten in der staatlichen Bauverwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen findet sich findet sich im Anhang des „Leitfaden für das technische Referendariat des Bundes in der Fachrichtung Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung“ (Anhang 5.5, S. 40-42).

Für all diese Herausforderungen in einer modernen Baumanagementverwaltung bietet das technische Referendariat in der Fachrichtung ‚Maschinen- und Elektrotechnik in der Verwaltung‘ eine optimale Vorbereitung.