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Verkehrswege – und hier allen voran die Straßen – spielen als leistungsfähige und wirtschaftliche Infrastruktur eine wichtige Rolle für das Wachstum der Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Neben der Sicherung der Standortqualität für die Wirtschaft gewährleisten Straßen die Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie sind essentieller Bestandteil des täglichen Lebens, werden im Rahmen der Daseinsvorsorge bereitgestellt und ermöglichen materiellen und immateriellen Wohlstand der Bevölkerung. Täglich nutzen viele Millionen von Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern das Straßennetz.

Für die bedarfsgerechte Gestaltung der Straßen sind insbesondere die Straßenbaubehörden verantwortlich, die in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Verkehrswege gewährleisten. Dabei werden an die Beschäftigten der Straßenbaubehörden in einem zunehmend komplexen Umfeld täglich hohe Anforderungen im Rahmen der Aufgabenerledigung gestellt. Hierfür werden kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt, die in verantwortlichen Positionen zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Straßennetzes beitragen. Um die entsprechende Qualifizierung zu erwerben, wird das technische Referendariat in der Fachrichtung „Straßenwesen“ angeboten.

Die Fachrichtung „Straßenwesen“ befasst sich unter anderem mit der Analyse von Mobilitätsbedarfen, der Planung, Steuerung und Umsetzung von Straßenbaumaßnahmen, der Aufstellung von Bauprogrammen und Finanzhaushalten sowie der Verwaltung eines physischen Teils des öffentlichen Vermögens – den Straßen. Neben Fragen der Entwicklung innovativer, umweltgerechter und wirtschaftlicher Maßnahmen und Konstruktionen geht es auch darum, Interessen der Betroffenen zu berücksichtigen, Zielkonflikte abzuwägen und Vorhaben gegenüber Bürgerinnen und Bürgern zu vertreten. Im Rahmen der Ausbildung werden die im Studium erworbenen Kenntnisse und Methoden erweitert. So werden unter anderem umfassende Kenntnisse von Rechts- und Verwaltungsvorschriften, des Bau-, Vergabe- und Vertragsrechts, Grundsätze sparsamer und wirtschaftlicher Verwendung öffentlicher Mittel sowie Führungstechniken vermittelt. Auch organisatorische und soziale Fähigkeiten, Verhandlungsgeschick sowie die Fähigkeit zu interdisziplinärem Denken und Handeln werden durch das technische Referendariat gefördert.

Das erfolgreich absolvierte technische Referendariat qualifiziert die technischen Assessorinnen und Assessoren für die Übernahme von Aufgaben in unterschiedlichen Einrichtungen der Straßenbauverwaltung auf Ebene des Bundes, der Länder oder der Kommunen, aber auch bei anderen Verwaltungseinheiten sowie in der privaten Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der Ziele einer nachhaltigen Mobilitätssicherung, der Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie, der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und Umsetzung zukunftsweisender, innovativer Vorhaben bietet sich den technischen Assessorinnen und Assessoren ein breites Tätigkeitsspektrum.