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Ein integrer Mensch lebt in dem Bewusstsein, dass sich seine persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in seinem Verhalten ausdrücken. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar, also sich in seinem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Verlockungen leiten zu lassen.

Vermittlung von Integrität im Geschäftsbereich des BMVI

Die Wahrnehmung von Integrität hängt nicht nur von individuellen persönlichen Verhaltensweisen, sondern auch von äußeren Situationen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Bestehen verbindlicher Regelwerke zur Korruptionsprävention ab (äußere Integrität). Das Bestehen allein von Regelwerken und Verhaltenskodizes im Bereich Korruptionsprävention allein reicht nicht aus. Sie müssen vielmehr auch "gelebt" und "vermittelt" und schließlich durchgesetzt werden.

Die Möglichkeiten der Vermittlung von sich an Gemeinwohlinteressen orientierenden Wertvorstellungen, eines Ordnungsrahmens, sind vielschichtig. Neben dem ständigen Appell an die Beachtung und Einhaltung von Anti-Korruptionsregelungen bedarf es auch der nach außen deutlich erkennbaren Wahrnehmung einer Vorbildfunktion, insbesondere in leitenden beziehungsweise führenden Positionen.

Im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) werden durch spezielle zielgruppenorientierte Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Korruptionsprävention und dem ständigen Dialog, d.h. der Kommunikation, mit dem Ziel der Eindämmung und Verhinderung von Korruption, gemeinwohlfördernde Grundwerte vermittelt. Aber auch das Aufzeigen der Folgen von Korruptionshandlungen und damit die Sensibilisierung der Beschäftigten, soll zumindest eine Hürde aufbauen für die Begehung gemeinwohlwidriger Handlungen.

Der Korruptionsprävention wird im BMVI seit Jahren ein konstant hoher Stellenwert beigemessen. Dabei werden neben der Darstellung von Regelwerken und Bestimmungen im Bereich der Korruptionsprävention auch positive Wertvorstellungen vermittelt. Das Ziel ist die Förderung und Erhaltung von Integrität der Beschäftigten durch Korruptionsprävention.

Integrität im Leitbild des BMVI

Im Leitbild des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde die Integrität ausdrücklich verankert: "Das Leitbild fördert Zielorientierung, Integrität und Transparenz unseres Planens und Handelns".

Nach dem Leitbild des Ministeriums werden Entscheidungen ausschließlich nach sachlichen Kriterien getroffen. Integrität im BMVI bedeutet uneingeschränkte Beachtung der Bindung an Recht und Gesetz. Integrität heißt aber auch für die Leitung und die Beschäftigten des BMVI, Vorbild zu sein und den berechtigten Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auf Vertrauen in die Integrität und Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung durch umfassende und gezielte Maßnahmen der Korruptionsprävention zu erfüllen.

Im Leitbild verankert ist: "Wir treffen unsere Entscheidungen ausschließlich nach sachlichen Kriterien. Durch umfassende und gezielte Maßnahmen der Korruptionsprävention schützen und fördern wir das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Funktionsfähigkeit und Integrität unserer Verwaltung".

Gelebte Prinzipien der Integrität im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sind:

  • uneigennützige und objektive Aufgabenwahrnehmung allein im öffentlichen Interesse,
  • Orientierung der Aufgabenwahrnehmung an eigenen positiven gemeinschaftsfördernden Wertvorstellungen und Prinzipien,
  • Schaffung von uneingeschränkter Transparenz von Entscheidungsprozessen,
  • Vermeidung von möglichen Konflikten zwischen beruflichen und privaten Interessen,
  • vorbildliches Verhalten bei der Aufgabenwahrnehmung durch positive Wertvorstellungen und Prinzipien.

Integrität als gemeinsames Ziel von BMVI und Wirtschaft

Es setzt sich auch in der Wirtschaft immer mehr die Erkenntnis durch, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur auf Basis einer gelebten Wirtschaftsethik realisiert werden kann.

Gemeinsames und erklärtes Ziel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Wirtschaft ist es, mit Hilfe vorbeugender Maßnahmen der Korruption nachhaltig und konsequent entgegen zu wirken. Dabei geht es auch um das gemeinsame Verständnis der jeweiligen Standards und Normen im Bereich von Korruptionsprävention sowie das nachdrückliche Eintreten für die Vermittlung positiver und gemeinwohlorientierter Wertvorstellungen.

Grundlage dieser Strategie zur Vermeidung von Korruption ist ein umfassender gegenseitiger auf Vertrauen und Zielen basierender Informationsaustausch zwischen der Verwaltung und der Wirtschaft zu diesem Thema. Gute Präventionsarbeit bedeutet für beide Seiten Vermittlung und Weitergabe von Wissen und Aktivitäten zur Korruptionsprävention. Daher vertieft das BMVI auch den Erfahrungsaustausch zwischen der Verwaltung und der Wirtschaft im Bereich Korruptionsprävention. Die vertiefte Zusammenarbeit schafft Transparenz, Fairness und Vertrauen und wirkt der Entstehung von Korruption nachhaltig entgegen. Gleichzeitig werden Strategien und Regelungsmechanismen zum Schutz vor Korruption in bestimmten Aufgabenbereichen entwickelt und umgesetzt.