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Vor allem in Ballungsräumen ist der ÖPNV in Deutschland unverzichtbar. Quelle: Colourbox / 14058143

Gut angebunden mit Bus und Bahn

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Im Grünen wohnen, in der Innenstadt arbeiten und das Auto bleibt in der Garage: Das ist für viele Menschen ein Traum. Bei der Anbindung des ländlichen Raumes an die Zentren und der Sicherung der Mobilität in der Fläche spielt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine wichtige Rolle. In Ballungsräumen ist der ÖPNV für unsere tägliche Mobilität unverzichtbar. Um für Sie auch in Zukunft ein hochwertiges ÖPNV-Angebot zu gewährleisten, unterstützt der Bund die Länder und Kommunen bei dessen Finanzierung und fördert zahlreiche innovative Entwicklungen.

Bundesminister Alexander Dobrindt (Quelle: Bundesregierung / Kugler)
Bundesminister Alexander Dobrindt

Quelle: Bundesregierung / Kugler

Der Öffentliche Personennahverkehr muss attraktiv, sicher, verlässlich und bezahlbar sein.

Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Hintergrund

Die gesellschaftliche Bedeutung des ÖPNV

Um im Alltag flexibel von A nach B zu kommen, ist der ÖPNV von großer Bedeutung. Täglich nutzen rund 30 Millionen Fahrgäste den ÖPNV. Entscheidend für die Attraktivität von Bussen und Bahnen ist für sie nicht nur der Fahrzeugkomfort. Auch die Verbindungsqualität sowie der Komfort der Fahrplanauskunft und des Ticketerwerbs sind ihnen besonders wichtig. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland garantieren Mobilität und schaffen Unabhängigkeit vom eigenen Auto und von Mitfahrmöglichkeiten. Die Qualität des ÖPNV beeinflusst unsere Entscheidungen darüber, wo wir arbeiten, wo wir wohnen und wo wir einkaufen. Er trägt zu mehr Sicherheit im Verkehr, einer besseren Umwelt und einer bezahlbaren Mobilität bei – und wirkt sich damit positiv auf unsere Lebensqualität aus.

Die ökologische Bedeutung des ÖPNV

Immer mehr Staus auf den Straßen sowie Lärm und Luftverschmutzung durch Autos zerren an unseren Nerven und belasten uns jeden Tag. Im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr (MIV) sind die Vorteile des ÖPNV klar: Es können deutlich mehr Menschen pro Fahrzeug mitfahren, und es muss weniger Fläche asphaltiert werden. Der spezifische Energieverbrauch und die spezifische Schadstoffemission pro Fahrgast sind außerdem deutlich geringer als beim MIV. Ein gut ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr ist eine attraktive und umweltschonende Alternative für viele Wege, die sonst häufig mit dem Auto zurückgelegt werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung des ÖPNV

Der ÖPNV hat auch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Er trägt dazu bei, dass täglich Millionen von Pendlerinnen und Pendlern staufrei – und damit ohne zusätzlichen Zeit- und Energieaufwand – an ihre Zielorte gelangen. Darüber hinaus sind die Verkehrsunternehmen und -verbünde auch ein bedeutender Beschäftigungsfaktor. In Deutschland gibt es rund 75 Verkehrsverbünde und allein im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sind etwa 450 ÖPNV-Unternehmen organisiert. Berechnungen zufolge resultieren direkt sowie indirekt knapp 400.000 dauerhaft gesicherte Arbeitsplätze aus den ÖPNV-Leistungen.

Der Bund fördert unter anderem den Bau von zentralen und modernen Omnibusbahnhöfen. Quelle: Fotolia / Jürgen Fälchle

ÖPNV-Förderung des Bundes

Bund investiert Rekordsummen

Wer mit S-Bahn oder Bus fährt, kauft ein Ticket. Doch die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf reichen nicht aus, um den öffentlichen Nahverkehr kostendeckend zu betreiben: Tatsächlich kommt etwas weniger als die Hälfte der in Deutschland für den ÖPNV aufgewendeten Mittel aus Einnahmen, die Sie für Fahrscheine zahlen. Deshalb beteiligt sich die öffentliche Hand an der Finanzierung. Für die Planung, Organisation und Finanzierung des Stadt- und Regionalverkehrs sind zwar in erster Linie die Länder und Kommunen zuständig. Der Bund unterstützt die Länder jedoch mit derzeit annähernd neun Milliarden Euro jährlich, damit diese weiterhin ein attraktives ÖPNV-Angebot gewährleisten können. Die Bundesmittel kommen insbesondere dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zugute, das sind S-Bahnen, Regionalbahnen, Regional-Express- und Interregio-Express-Züge. Der Bund trägt mit seiner Förderung dazu bei, dass sich die Qualität des ÖPNV in Deutschland insgesamt auf einem hohen Niveau befindet.

Das BMVI unterstützt mit dem (((eTicket das bargeldlose Bus- und Bahnfahren. Quelle: Fotolia / weedezign

Initiative Digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr

Informieren. Buchen. Bezahlen. Fahren.

Die Menschen möchten sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos von A nach B bewegen. Aufgrund des föderalen Aufbaus Deutschlands sind die Strukturen gerade im ÖPNV allerdings regional ausgerichtet und deshalb von Land zu Land und von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Oft stößt man deshalb an die Grenzen von Verkehrsverbünden und auch an seine eigenen: Durchgehende  Fahrplaninformationen und Fahrscheine sind noch Mangelware. Die Fahrgäste wünschen sich jedoch einen einfachen Zugang zu einem Mix aus verschiedenen Verkehrsangeboten. Um die Verkettung dieser Angebote über Länder- und Verbundraumgrenzen hinweg zu verbessern, hat das Bundesverkehrsministerium eine Initiative zur digitalen Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr gestartet. Ein erster Meilenstein war die Verabschiedung einer Roadmap, in der die Handlungserfordernisse, die notwendigen Schritte und die entsprechenden Verantwortlichkeiten für einen digitalen vernetzten Öffentlichen Personenverkehr skizziert werden. Das BMVI beteiligt sich auch finanziell an der Umsetzung der Roadmap, indem es entsprechende Förderprojekte anteilig unterstützt.

Bargeldlos unterwegs

Sie kennen das bestimmt: Sie möchten ein Ticket kaufen, haben aber kein Kleingeld für den Fahrscheinautomaten. Oder Sie wissen nicht, welcher Tarif für Sie gilt. Mit einem eTicket kann das nicht mehr passieren. Denn mit dem elektronischen Fahrschein können Sie bargeldlos Bus und Bahn fahren. Dabei können diese digitalen Tickets sowohl auf Chipkarten als auch auf Smartphones gespeichert werden.

Das BMVI unterstützt die Einführung eines interoperablen (((eTickets Deutschland und hat in diesem Zusammenhang zahlreiche Projekte gefördert. Die Einführung von elektronischen Fahrscheinen in Deutschland schreitet voran und hat sich durch die Förderung des Bundes sehr dynamisch entwickelt. Mittlerweile haben fast 350 Verkehrsunternehmen einen Vertrag zur Teilnahme an (((eTickets Deutschland unterzeichnet und bisher mehr als 12 Millionen Chipkarten auf der Basis des gemeinsamen Standards an ihre Kunden ausgegeben.

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