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Schriftzug mit "Innovation der Woche Nr. 4"

Quelle: BMVI

Sie schonen Umwelt und Klima, stehen selten im Stau und tragen mühelos auch schweres Gepäck. Lastenfahrräder, insbesondere mit Elektroantrieb, eignen sich in Innenstädten bestens für den gewerblichen Güter- und Personentransport. Dennoch unterschätzen viele Kommunen und Unternehmen nach wie vor ihr Potenzial.

Deshalb findet derzeit eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Kooperation mit der Stadtreinigung Hamburg (SRH) statt. Sie erforschen gemeinsam, wie öffentliche Betriebe und ihre Mitarbeiter zum ökologisch und wirtschaftlich effektiven Einsatz von E-Lastenrädern motiviert werden können. Komplizierter Name, griffiges Kürzel: Die "Technologisch-wirtschaftliche Analyse der Einsatzmöglichkeiten von Lastenrädern in kommunalen Unternehmen am Beispiel der Stadtreinigung Hamburg" – kurz "TRASHH" – ist ein mehrphasiges Forschungsprojekt, der Startschuss fiel im Mai 2016.

In der ersten Phase analysierten die Forscher Prozesse, bei denen die SRH leichte Nutzfahrzeuge, also Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, einsetzt. Dann ermittelten sie, welche dieser Aufgaben künftig E-Cargos übernehmen können. Denn bisher fand sowohl der betriebliche Verkehr zwischen den 40 Unternehmensstandorten als auch die Reinigung der Hamburger Straßen, Wege und Plätze fast ausschließlich mit Kraftfahrzeugen statt.

Schon jetzt sind an der Alster und in Bergedorf zwei Lastenräder mit Elektroantrieb im Einsatz. Insgesamt zehn wird die SRH im Laufe von "TRASHH" einsetzen, das DLR begleitet die Testphase wissenschaftlich. Ziel des Projekts ist herauszufinden, wie E-Lastenräder den täglichen Wirtschaftsverkehr nachhaltig und ökonomisch sinnvoll ergänzen können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen noch mehr Gemeinden und Betriebe dazu bewegen, auf das Transportmittel der Zukunft zu setzen.

Die Reihe "Innovation der Woche" stellt in 20 Teilen besondere Projekte der "Landkarte der innovativen Orte" vor. Beide sind Teil der Jubiläumskampagne „200 Jahre Fahrrad – made in Germany“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.


Das Projekt:

"TRASHH" wird mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 (NRVP) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert und läuft insgesamt drei Jahre von Mai 2016 bis April 2019.