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ICE-Schnellzug bei der Durchfahrt am Bahnhof
ICE-Schnellzug bei der Durchfahrt am Bahnhof

Quelle: Bernhard Richter / fotolia.com

Das Sonderprogramm des Bundes für die Sanierung von Bahnhöfen ist erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Bahn konnte mit den 100 Millionen Euro aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm einen wichtigen Modernisierungsschub einleiten: Mit dem Geld wurden im gesamten Bundesgebiet 247 Personenbahnhöfe kundenfreundlicher gemacht: Leichterer Einstieg in die Züge durch höhere Bahnsteige; neue Rolltreppen und Aufzüge; Wetterschutzeinrichtungen und Informationssysteme.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt:

Das Bahnhofsprogramm war ein voller Erfolg. Mit hundert Millionen Euro des Bundes sind viele Bahnhöfe moderner geworden. Weniger Barrieren, mehr Service für die Reisenden. Bahnhöfe sind Start und Ziel jeder Bahnreise, sie müssen ähnlich einladend sein wie ein ICE. Wir werden deshalb gemeinsam mit der Deutschen Bahn weiter in die Modernisierung der Bahnhöfe investieren, auch was den Anschluss an Internet- und Mobilfunknetze angeht.

Die Bahnhöfe müssen unsere Visitenkarte sein und für unsere Kunden das Tor zur Bahn. Hier sind bereits kleine Maßnahmen, wie der stufenfreie Ausbau oder die Verbesserung der Reisendeninformation, sofort spürbar. Besonders die kleineren und mittleren Stationen haben von diesem Programm profitiert. Die erfolgreiche Umsetzung zeigt, dass wir verantwortungsvoll das Geld des Bundes im Sinne der Kunden einsetzen,

so Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

Überblick Sondermittel des Bundes für die Bahn

  • In den Jahren 2012-2013 konnte mit dem ersten Infrastrukturbeschleunigungsprogramm eine Milliarde Euro zusätzlich zum "normalen" Haushalt in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden. Davon wurden 100 Millionen Euro für das Bahnhofsprogramm eingesetzt.
  • 2009-2011 hat der Bund mit den Konjunkturprogrammen insgesamt rund 300 Millionen Euro zusätzlich in die Modernisierung von 2050 Bahnhöfen investiert.

Auch für verbesserten Lärmschutz an der Schiene stellt der Bund zusätzliche Bundesmittel bereit:

  • Aus dem zweiten Infrastrukturbeschleunigungsprogramm (IBP II) wurden für 2013 und 2014 zusätzlich zu dem parallel weiter bestehenden Lärmsanierungsprogramm 40 Millionen Euro für ein Sonderprogramm "Lärmschutz Schiene" bereitgestellt. Damit wird der Lärm an besonderen Brennpunkten gezielt und zügig reduziert.
  • Für die Förderung der Umrüstung alter Güterwaggons auf Flüstertechnik im Rahmen des Lärmabhängigen Trassenpreissystems stellt der Bund bis 2020 bis zu 150 Millionen Euro bereit.
  • Von 2009 bis 2011 flossen aus dem zweiten Konjunkturpaket rund 72 Millionen Euro zur Erprobung innovativer Maßnahmen und Verfahren an Gleisanlagen. In 82 Einzelprojekten wurden 13 Technologien zur Lärm- und Erschütterungsminderung erprobt, z. B. Schienenstegdämpfer, niedrige Schallschutzwände, Schienenschmiereinrichtungen sowie Maßnahmen zur Brückenentdröhnung. Die erfolgreich erprobten Technologien sollen mit einer Änderung der Anlage 2 der 16. BImSchV mit in die Aktualisierung der Schall 03[2012] in den "Normalbetrieb" übernommen werden.